Julia Scheib
Ein schneller Lauf und einer, der schnell vorbei war
- Im ersten Durchgang zeigte Julia Scheib noch einen schnellen, aggressiven Schwung.
- Foto: GEPA pictures
- hochgeladen von Simon Michl
Unglaublich schade! Wieder muss Julia Scheib mit einem Ausfall hadern, obwohl es im ersten Durchgang richtig gut lief.
SESTRIERE/FRAUENTAL. Das Weltcup-Comeback in Sestriere (ITA) verlief für Österreichs Damen enttäuschend. Beim Doppelsieg von Federica Brignone (ITA) und Petra Vlhova (SVK) war Katharina Liensberger als 17. die beste ÖSV-Läuferin – das zweitschlechteste Ergebnis der Weltcupgeschichte. Aufhorchen ließ aber Julia Scheib: Die 21-Jährige platzierte sich im ersten Lauf als drittbeste Österreicherin, deutlich vor Anna Veith oder Eva-Maria Brem. Dank eines bärenstarken Mittelteils fuhr Scheib auf Platz 20. Zum vierten Mal im Weltcup qualifizierte sie sich für den zweiten Lauf.
Lange Auszeit
So schnell sie im ersten Durchgang auf dem steilen Hang auch war, so schnell war der zweite wieder vorbei: Beim dritten Tor legte sich Scheib gewohnt druckvoll in die Kurve, rutschte dabei aber plötzlich weg. Nach einer längeren Leidenszeit doppelt bitter für die Frauentalerin: Im Herbst lag sie mit Pfeifferschem Drüsenfieber drei Monate am Krankenbett, verpasste quasi die halbe Saisonvorbereitung. "Im Training davor war ich immer schnell und mir sicher, dass ich vorne mitfahren kann", erzählte Scheib. Das half nach der Krankheit alles nichts, die ganze aufgebaute Fitness war weg. "Es wird noch ein paar Monate dauern, bis ich wieder bei 100 Prozent bin."
Kaum Rennpraxis
Ihre Schnelligkeit hat die junge Skiläuferin wieder bewiesen, wie in Lienz steht sie aber ohne Punkte da. Seit dem 1. Februar 2019 wartet Scheib auf ihre zweiten Weltcuppunkte – der Riesentorlauf in Sestriere war aber auch erst ihr zweites Rennen seit dem Saisonfinale im März. Damals gewann sie im Europacup den Riesenslalom in Folgaria (ITA). Die Zeit der Julia Scheib wird schon noch kommen, das prognostizieren ihr auch viele im Weltcup-Zirkus.
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