Unterliga West
Herbstfazit: In Bad Schwanberg und Groß St. Florian bleiben zwei Fragen
- Der entscheidende Mann im Bad Schwanberger Spiel: Immer, wenn Jan Elsnik im Herbst traf, verloren die Schwanberger das jeweilige Spiel nicht.
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Herbstfazit in der Unterliga West: Glücksgefühle in Bad Schwanberg, viel Pech in Groß St. Florian.
Dass Tillmitsch in der Unterliga West ungeschlagener Herbstmeister und mit zehn Punkten Vorsprung schon fast designierter Meister ist, wird keinen überraschen. Dass dahinter aber Bad Schwanberg steht, schon: In den letzten Jahren im Abstiegskampf, mischen die Sulmtaler mit nur zwei Niederlagen heuer vorne mit.
Bad Schwanberg überrascht
Die erste Frage, die sich stellt: Warum ist Bad Schwanberg plötzlich so stark? „Es ist schon ein bisserl überraschend, dass wir so weit vorne sind“, gibt der sportliche Leiter Ewald Alker zu. In diesem Herbst holte das Team von Toni Ehmann mehr Punkte (27) als in den letzten beiden Herbstdurchgängen zusammen (10). Die überwiegend jungen Spieler machten in dieser Zeit viele Schritt nach vorne, dazu kamen Top-Transfers wie Christian Kluge und Jan Elsnik. „Jetzt haben wir endlich auch einen Stürmer, der trifft“, ist Alker froh über Elsnik: Der traf im Herbst zwölf Mal. „Du brauchst viele junge Spieler, aber auch arrivierte Kicker“, lobt Alker auch die Arbeit des Trainerteams. „Wir haben Ruhe drinnen, vom Trainerteam bis zum Vorstand, und das spürt auch die Mannschaft.“
Neue Nummer drei
Unter Ehmann, 2019 als „Feuerwehrmann“ für den Klassenerhalt geholt, läuft’s wieder: Bad Schwanberg ist hinter Deutschlandsberg und Frauental die aktuelle Nummer drei im Bezirk, das gab’s seit den Oberliga-Zeiten vor zehn Jahren nicht mehr.
Florianer Verletzungspech
Während Bad Gams nach dem Trainerwechsel die Kurve kriegte und mit drei Siegen am Stück einen ordentlichen Sprung nach vor (Rang 6) machte, stellt sich am Tabellenende eine zweite Frage: Warum ist Groß St. Florian heuer so schwach? Der Herbstmeister von 2019 steckt zwischen Pölfing-Brunn und Lannach im Abstiegskampf der Unterliga. Eine Antwort liefern die vielen Verletzten: Hagjija, Schneebacher, Haring, Nebel sowie teilweise Muster und Tschermanek standen lange nicht zur Verfügung. Ingesamt kamen 25 verschiedene Spieler zum Einsatz, davon fehlten 15 mindestens einmal. Vor allem in der Defensive musste Patrick Haring (in seiner ersten Trainerstation) oft umstellen, die Abwehrreihe war im Schnitt kaum älter als 20 Jahre. „Wirklich ein Seuchenjahr, das kann keine Mannschaft kompensieren“, erklärt Marc Schelch, seit dem Sommer sportlicher Leiter beim TUS.
- Tore von Nebel oder Tschermanek (v.l.) gingen Groß St. Florian im Herbst ab.
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Er plant bereits zwei bis drei Transfers, um Frühjahr nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Sieht aber auch eine positive Seite: „Sehr viele junge Spieler haben eine Chance bekommen, die sonst schwer zum Einsatz gekommen wären“, sagt Schelch. „Die haben so viel gelernt, natürlich auch Fehler gemacht, aber man kann nur aus Fehlern lernen. Das war für viele Junge sehr wichtig.“ Lichtet sich dann auch die Verletztenliste, sollte ein Mittelfeldplatz für Groß St. Florian kaum ein Problem sein.
Hoffnung im Abstiegskampf
Pölfing und Lannach dürften eher zu kämpfen haben. Beide brauchten nach einem Umbau im Kader im Sommer lange, um in die Saison, nehmen dementsprechend ein Packerl mit in die Rückrunde, das es aufzuholen gilt. Was Hoffnung macht: Pölfing-Brunn holte nach fünf Niederlagen zum Saisonstart noch starke zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen. Und in Lannach scheinen die vielen Nachwuchstalente im Kader (teilweise erst 18) immer besser zu funktionieren.

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