Um 140 Mio. Euro
Bei der GKB wird es elektrisch

Die Tinte ist trocken: Gerald Klug, Anton Lang und Franz Weintögl (v.l.) unterzeichnen den Vertrag für die ersten GKB-Elektrifizierungs-Maßnahmen.
  • Die Tinte ist trocken: Gerald Klug, Anton Lang und Franz Weintögl (v.l.) unterzeichnen den Vertrag für die ersten GKB-Elektrifizierungs-Maßnahmen.
  • Foto: Christoph Hofer
  • hochgeladen von Simon Michl

Die GKB elektrifiziert in zwei Phasen ihr Streckennetz. Gestartet wird zwischen Wettmannstätten und Wies. Auch der Takt nach Graz soll verkürzt werden.

GRAZ/WESTSTEIERMARK. Schneller, öfter, leiser und umweltfreundlicher: So soll die Graz-Köflacher Bahn (GKB) in die Zukunft fahren. Einen ersten Schritt setzten Generaldirektor Franz Weintögl, Prokurist und GKB-Bereichsleiter für Infrastruktur Gerald Klug sowie LH-Stellvertreter und Verkehrsreferent Anton Lang mit der Unterzeichnung jener Verträge, die den Startpunkt der Elektrifizierung der Bahnstrecke markiert. "Wir können hier durchaus von einem Quantensprung sprechen", ist sich Klug sicher. Nach jahrelangen Vorarbeiten werde jetzt kräftig investiert, 28 Millionen Euro allein heuer. "Davon entfallen acht Millionen Euro auf erste Maßnahmen zur Elektrifizierung unserer Strecken. Da geht es vorrangig um Planungs- und Ausschreibungskosten", konkretisiert Weintögl.

Start in der Weststeiermark

Der Umstieg soll in zwei Phasen ablaufen. "Gestartet wird die Elektrifizierungs-Offensive, sofern alle Genehmigungen vorliegen, Mitte 2023 auf dem Streckenabschnitt Wettmannstätten–Wies. Die Inbetriebnahme ist nach jetzigem Stand mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 anberaumt. Die zweite Bauphase, die dann auch den Raum Voitsberg sowie Graz-Umgebung und Graz betrifft, soll bis 2028 abgewickelt werden", blickt Klug in die Zukunft.

Millionenschweres Investment

140 Millionen Euro werde man insgesamt investieren, gilt es doch, 133 Kilometer Strecken- und Bahnhofsgleise mit einer elektrischen Oberleitung zu überspannen. "Wir hoffen hier auch auf entsprechende Mittel des Bundes", verweist Lang auf noch zu führende Gespräche mit der neuen Regierung. Der SPÖ-Politiker freut sich über die Ambitionen der GKB. "Gerade durch die Koralmbahn wird die Gegend zwischen Graz und der Südweststeiermark noch attraktiver, vor allem auch als Wohnraum. Umso wichtiger ist es, bereits jetzt Vorarbeiten durchzuführen. Dazu stellt die Elektrifizierung der Bahnstrecke auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz dar."

Ziel: 30-Minuten-Takt

Für die Pendler und Bahn-Nutzer werde es bei laufendem Betrieb auch zu Einschränkungen kommen. "Wir werden diese aber wie bisher immer zeitnah bekannt geben", erklärt Weintögl. Im Endeffekt stehe aber der Mehrwert für die Menschen im Vordergrund. "Wir streben schließlich einen 30-Minuten-Takt zwischen der Weststeiermark und Graz an. Durch den Infrastrukturausbau und die elektrische Traktion wäre außerdem eine dichtere Haltestelleninfrastruktur zwischen Graz und Lieboch möglich, in die neu zu errichtende Nahverkehrsdrehscheiben als optimierte Verknüpfungen zum städtischen Verkehr eingebettet werden sollen."

Neue Züge

Mit welchen Triebwägen die GKB dann grüner unterwegs sein wird, steht noch in den Sternen. Fix ist allerdings schon heute, dass man rund 25 bis 30 dreiteilige Wägen brauchen wird. "Da ist das Fahrgastpotenzial der nächsten Jahre natürlich bereits berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass wir die bisherigen Triebwägen nicht umrüsten, eher wird es eine neue Ausschreibung geben", so der Generaldirektor abschließend.

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Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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