Ein kleiner Stich bringt großen Schutz – alle Impfungen im Überblick

Von klein auf: Gerade in den ersten zwei Lebensjahren werden viele Impfungen empfohlen.
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Die Masern-Epidemie ist in aller Munde. Die WOCHE zeigt, welche Impfungen empfohlen werden.

„Impfen ist immer wichtig, denn es schützt Leben“, sagt Michael Adomeit, Obmann der Wissenschaftlichen Akademie für Vorsorgemedizin. In den letzten Wochen haben die Masernerkrankungen einen deutlichen Anstieg erfahren, was Impfungen zum Diskussionsthema macht. Die WOCHE liefert eine Aufstellung aller Impfungen, die im Laufe des Lebens empfohlen werden (siehe unten).

Sich selbst und andere schützen

„Ich empfehle Impfungen grundsätzlich, denn sie schützen nicht nur einen selber, sondern auch die anderen“, spricht sich Adomeit etwa für eine Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialbereich aus. „Ganz besonders Orte, wo es zu großen Menschenansammlungen, wie etwa in Schulen, Horten oder Kindergärten kommt, sollen davon erfasst werden“, so der Mediziner. Er verweist dabei auf die Gefahren von Infektionen bei engem Kontakt. Masern, Röteln, aber auch Keuchhusten können hier besonders gefährlich werden. „Eine Schwangerschaft verändert das Immunsystem derart, dass es für Infektionen anfälliger ist; bei Neugeborenen ist es noch nicht voll funktionsfähig, sodass diese Personen besonders gefährdet sind. Neben der – zeitgerechten – Masern-Mumps-Röteln-Impfung empfiehlt er jedenfalls die Grippe- und Keuchhustenimpfung. „Jeder kann seinen Impfstatus durchchecken lassen, um zu sehen, ob sein Impfschutz noch aufrecht ist“, appelliert Adomeit an alle, das Impfen ernst zu nehmen.

95 Prozent sind das Ziel

Ein Herdenschutz, also ein flächendeckender Schutz in der Gesellschaft, ist nur gegeben, wenn 95 Prozent geimpft sind. „Bei Masern liegen wir derzeit bei über 80 Prozent“, verweist Adomeit auf die Notwendigkeit, sich – auch als Erwachsener – impfen zu lassen.Die Stadt Graz reagiert auf die Masern-Empidemie mit Sonderöffnungszeiten der Impfstelle. „Das Wichtigste ist jetzt, unsere Kleinsten zu schützen und eine zweite Infektionswelle zu verhindern“, sagt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer. Gesundheitsamtsleiterin Eva Winter bestätigt den hohen Andrang. „Allein am Freitag haben wir 138 Personen gegen Masern geimpft.“
Alle Informationen unter: www.graz.at/impfen

Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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