ÖV-Ausbau
Was die Interessenvertretung Fahrgast von der nächsten Stadtregierung erwartet
- Zu oft würden Ampeln den öffentlichen Verkehr ausbremsen, es brauche kurzfristig eine Nullwartezeit: Das ist nur eine der Forderungen der Interessenvertretung Fahrgast.
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Vom Ausbau der Linie 8, über barrierefreie Haltestellen bis hin zu einem Beschleunigungskonzept: Diese Forderungen hat die Interessenvertretung Fahrgast an die künftige Grazer Stadtregierung.
GRAZ. Die Interessenvertretung Fahrgast hat mehrere Forderungen rund um den Öffentlichen Verkehr an die künftige Grazer Stadtregierung formuliert. Diese teilen sich in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele ein.
In maximal drei Jahren umsetzbar
Ein wichtiger Punkt, der kurzfristig umgesetzt werden könne, betrifft laut Fahrgast die Ampeln im ÖV-Netz, die Bus, Bim und Co immer wieder ausbremsen würden. Man müsse eine Nullwartezeit zum Ziel haben. Gleichzeitig brauche es verbesserte Displayanzeigen und Durchsagen sowie Monitore mit besserer Lesbarkeit. Als Vorbild werden die Verkehrsverbund-Monitor am Andreas-Hofer-Platz genannt.
- Bei den Linienzwillingen 7/17 und 6/16 brauche es Adaptierungen, um Pulkfahrten und Lücken im Fahrplan zu vermeiden.
- Foto: MeinBezirk/Andreas Strick
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Anpassungen im Tramlinienkonzept werden unterdessen für die Linienzwillinge 7/17 und 6/16 gefordert, hier komme es oft zu Pulkfahrten und Lücken. Eine elektronisch überwachte Anschlusssicherung am Abend und am Wochenende solle derweil an wichtigen
Knoten, wie Andritz oder St. Leonhard installiert werden. Für Haltestellen wird besserer Hitzeschutz gefordert, bemängelt wird etwa das Fehlen von Bäumen an der Haltestelle Smart City/Peter-Tunner-Gasse. Außerdem solle man so schnell wie möglich die Verfahren rund um künftige Tramlinien, sprich die Linie 8 sowie die Unilinie, abschließen bzw. in die Planung gehen.
- Eine elektronisch überwachte Anschlusssicherung soll für den Abend und das Wochenende eingerichtet werden.
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Ausbau vorantreiben
Die Linie 8 bestimmt auch die mittelfristigen Vorschläge von Fahrgast. Diese warnen den Bau des ersten Abschnitts mit der geplanten Sanierung des Plabutschtunnels zu koordinieren, ansonsten drohe eine Verzögerung von zehn Jahren oder mehr. Auch die Strecke Dietrichsteinplatz–Krenngasse der Linie 3 gehöre umgebaut, da hier die neuen Straßenbahnen nicht fahren könnten. Mit der Abstellung der Altwagen im Jahr 2030 drohe sonst, dass es keine geeigneten Fahrzeuge mehr dafür gäbe. Auch in den Umbau von Haltestellen müsse man investieren, um diese durch Erhöhung der Bahnsteigkanten tatsächlich barrierefrei zu gestalten – hier solle man mit den fahrgastreichsten Linien 4 und 7 starten.
- Viele Haltestellen müsse man ausbauen, einerseits um Barrierefreiheit zu schaffen, andererseits um den Betrieb der neuen Straßenbahnen zu gewährleisten.
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Behinderungen und Störungen beseitigen
Längerfristig, also über die Dauer der kommenden Regierungsperiode hinaus, spricht sich Fahrgast für den Bau der gesamten Linie 8 sowie den Bau der Unilinie aus. Außerdem solle man alle Straßenbahnhaltestellen barrierefrei ausbauen und im Rahmen eines Beschleunigungskonzepts Behinderungen und Störstellen im gesamten ÖV-Netz abbauen.
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