Gesellschaft im Gespräch
Kollektive Zukunftsgestaltung in der Demokratie
- Gedeckter Tisch in der Weltkulturerbe-Stadt Noto (Sizilien), aufgenommen am 31. Mai 2025
- hochgeladen von Arno Niesner
Einladung an politische Akteur:innen
Der Wunsch nach einem guten Leben für alle ist weit verbreitet. Von den Regierenden wird er für viele nicht ausreichend erfüllt. Die daraus erwachsende Unzufriedenheit weise Cristina Lafont zufolge "darauf hin, dass es höchste Zeit sei, die demokratischen Kontrollmöglichkeiten der Bevölkerung zu stärken."
Deshalb bemühen sich zahlreiche Initiativen seit Jahren darum, inhaltliche Fragen wie diese zu beantworten: „Welche neuen Formen der Partizipation ermöglichen eine gleichberechtigte Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen?“ (S 9) Die Ansatzpunkte dafür sind bekannt:
- eine "Demokratie als Alltagserfahrung" inkl. einer "wirksamen Mitbestimmung",
- die Repräsentationsdefizite sind zu beheben und
- der Demokratie ist ein kluges Update zu verschaffen (Tamara Ehs).
Für den gewünschten Erfolg fehlte bislang allerdings eine entsprechende Initiative zu Planung und Realisierung eines geeignete Formate integrierenden Gesamtkonzepts.
An diesem Punkt soll die geplante Veranstaltung ansetzen mit ihrer Einladung zur Debatte über die Voraussetzungen eines erfolgversprechenden Weges zur nächsten Demokratiewelle und wie diese realisiert werden können.
Via Begegnungsorte zur partizipativen Demokratie
Der Weg zur partizipativen Demokratie ist gepflastert mit zahlreichen Stolpersteinen. Es ist daher geboten, diese zu erkennen und umfassende Selbstwirksamkeit zu begünstigen, um "die Lücke zwischen 'denen da unten' und 'denen da oben'" zu schließen.
Ein fernes Ziel ist die Gründung einer Initiative, die allfällige Arbeitsergebnisse und Erfahrungen - Beispiel: Klimarat* (vgl. Klima trifft Kommune) - aufgreift und je nach Bedarf in eine demokratiestärkende Agenda überführt. Damit soll ein Beitrag geleistet werden zur Optimierung der Zufriedenheit im Land.
Bis es allerdings soweit ist, braucht's noch viele ausführliche Gespräche, Beratungen und öffentliche Diskussionen. Um dahingehend initiativ zu werden sind weitere Veranstaltungen mit Akteur:innen aus der Politik, der Sozialpartnerschaft und der Zivilgesellschaft geplant.
Armin Nassehi: "Wer die Gesellschaft verändern will, verändert ihre Organisationen. Dafür sind sie unter anderem gemacht." Da dies nicht ohne politisch-aktivierendes Handeln erfolgen wird, ist es wichtig, sich auf den günstigen Zeitpunkt vorzubereiten. Vermutlich braucht es dafür eine révolution permanente (Jakobiner), zB in der Form von täglich praktizierenden "Schule[n] der Transformation" im Sinne von Fabio Burstein bis hin zu Demokratiekonferenzen als werbewirksame Begegnungsorte.
*| siehe auch: Entwicklungsworkshop von Hubert Klingenberger, Europarats-Charta, SDG 16, Frankfurter Demokratiekonvent, Initiative Offene Gesellschaft, Zusammen Für Demokratie, Mehr Demokratie e.V., Bündnis 2025, ÖNZ, Demokratiekonferenz Berlin, Armutskonferenz 2024 u. v. a. m.
PS: Der Inhalt dieses Beitrags als pdf-Datei (2-seitig, jeweils auszugsweise)
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