03.11.2016, 11:00 Uhr

Muskeln machen stark gegen Diabetes

Bewegung tut Diabetikern gut. Sie hilft bei der Gewichtsreduktion und stabilisiert den Blutzuckerspiegel. (Foto: milatas - Fotolia.com)

In Österreich verstirbt alle 50 Minuten jemand an den Folgen von Diabetes. Viele der 10.000 jährlichen Todesfälle ließen sich durch gezielte Lebensstilmaßnahmen verhindern. Bewegung steht im Kampf gegen Diabetes an oberster Stelle.

Bei Diabetes kann der Körper den mit der Nahrung zugeführten Zucker nicht richtig verwerten. Schuld ist das überforderte Hormon Insulin, das schlichtweg den Hut darauf haut. Normalerweise schleust es den Blutzucker in die Körperzellen.

Warum Bewegung hilft

Jede körperliche Aktivität kostet dem Körper Energie in Form von Zucker. Zu Beginn einer Bewegungseinheit verbrauchen die Muskeln den Zucker, der direkt in den Muskelzellen vorhanden ist. Dieser Energievorrat ist aber begrenzt. Wenn der Treibstoff in den Muskeln aufgebraucht ist, fordert der Körper Zuckernachschub. Dieser wird über den Blutkreislauf in den Muskel transportiert. Je länger die Bewegung andauert, desto mehr Zucker nehmen die Muskelzellen auf. Der angenehme Nebeneffekt: Der Anteil an Zucker im Blut sinkt. Jetzt kommt noch das Insulin ins Spiel: Insulin beschleunigt den Prozess des Zuckertransportes. Bei Diabetikern ist der Prozess jedoch gestört. Bewegung gleicht die Fehlsteuerung etwas aus.

Was beim Training zu beachten ist

Im Gegensatz zu gesunden Sportlern müssen Diabetiker ihren Stoffwechsel auch während des Trainings im Auge behalten. Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, sollten vor und nach dem Sport unbedingt die Blutzuckerwerte kontrolliert werden. Außerdem sollten Diabetiker nicht an ihre Leistungsgrenzen gehen. Empfehlenswert sind hingegen sanfte Sportarten wie Nordic Walking und Radfahren. Die Intensität der Bewegung ist dann richtig, wenn Sie sich dabei noch unterhalten können.

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