Lebenshilfe Projekt
Aus alter Volksschule wird inklusives Zuhause in St. Peter a. O.
- Die ehemalige Volksschule in St. Peter am Ottersbach wurde saniert und bietet nun zwölf barrierefreie Wohnplätze für Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Die ehemalige Volksschule in St. Peter am Ottersbach wurde zu modernem Wohnraum für Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf umgebaut. Zwölf barrierefreie Wohnplätze stehen nun zur Verfügung.
ST. PETER A.O. Wo einst Kinder die Schulbank drückten, entsteht jetzt ein Zuhause für Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf. Die Lebenshilfe Südoststeiermark hat die ehemalige Volksschule in St. Peter am Ottersbach umfassend saniert und in ein modernes Wohnhaus mit Wohnbegleitung verwandelt.
- Die neuen Wohnbereiche wurden so geplant, dass Bewohnerinnen und Bewohner ihren Alltag möglichst selbstständig gestalten können.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Aus Schule wurde inklusives Zuhause
Nach rund zehn Monaten Bauzeit ist das Projekt inzwischen fertiggestellt. Auf rund 1.010 Quadratmetern Nutzfläche stehen insgesamt zwölf barrierefreie Wohnplätze zur Verfügung. Die Gesamtinvestition beläuft sich – inklusive Ausstattung – auf rund 2,8 Millionen Euro.
Gute Lage und viel Platz
Warum gerade die ehemalige Volksschule zum neuen Wohnhaus wurde, erklärt Lebenshilfe-Geschäftsführerin Monika Brandl: „Das Gebäude liegt in einer perfekten, zentrumsnahen Lage.“ Ein weiterer Vorteil sei gewesen, dass man das Haus komplett entkernen und dadurch die Räume nach den Bedürfnissen der künftigen Bewohner gestalten konnte. Darüber hinaus haben sich auch kommende Bewohner direkt im Ort dafür engagiert.
- Die barrierefreien Sanitäranlagen helfen den Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren Alltag möglichst selbstständig zu gestalten.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Die Umbauarbeiten liefen von August 2025 bis Juni 2026. Entstanden sind unterschiedliche Wohnformen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sind.
Im Erdgeschoss befindet sich eine Wohngemeinschaft für fünf Personen. Sie verfügt über eine Gemeinschaftsküche, einen großzügigen Wohn- und Essbereich, ein Pflegebad, einen Mitarbeiterstützpunkt und einen direkten Zugang zum Garten.
Alle Bewohnerzimmer sind mit einem barrierefreien Bad mit WC und Dusche ausgestattet. Im Obergeschoss wurden drei Wohneinheiten für jeweils zwei Personen geschaffen. Diese verfügen über eine eigene Kleinküche und einen Balkon. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine Garçonnière.
- Das Bauprojekt wurde innerhalb kürzester Bauzeit umgesetzt.
- Foto: LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH
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Selbstbestimmung steht im Mittelpunkt
Bei der Planung wurde besonders darauf geachtet, den Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, denn: „Selbstbestimmtes Leben ist ein Grundbedürfnis“, erklärt Brandl. Das neue Wohnhaus soll Menschen mit hohem und höchstem Hilfebedarf ein zeitgemäßes Zuhause bieten, in dem sie sich wohlfühlen und ihren Alltag so selbstständig wie möglich gestalten können.
Auch bei der Ausstattung wurde auf Komfort und Sicherheit geachtet. Alle Wohnbereiche sind barrierefrei erreichbar und verfügen über Fußbodenheizung, Klimaanlage, Parkettböden und moderne Sanitäranlagen. Eine Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung und ein Schwesternrufsystem sorgen für zusätzliche Sicherheit. Durch die gedämmte Fassade und neue Fenster erfüllt das Gebäude zudem im Sinne der Nachhaltigkeit auch die energetischen Anforderungen.
- Der barrierefrei zugängliche Multifunktionsraum im Dachgeschoss für gemeinschaftliche Aktivitäten.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Raum für Gemeinschaft
Neben den privaten Wohnbereichen gibt es im Haus auch Platz für gemeinsame Aktivitäten. Im Untergeschoss stehen ein Multifunktionsraum, eine Waschküche und Lagerräume zur Verfügung. Im Dachgeschoss wurde ein weiterer barrierefreier Multifunktionsraum eingerichtet. Für ein angenehmes Wohnklima sorgen die Klimaanlagen in sämtlichen Aufenthaltsräumen. Zusätzlich wurde eine Fotovoltaikanlage mit Stromspeicher installiert. Damit ist das Wohnhaus auch für künftige Rekordsommer bestens gerüstet.
Großer Bedarf in der Region
Dass ein solches Angebot dringend gebraucht wird, zeigt das große Interesse an den neuen Wohnplätzen. Laut Monika Brandl gab es bereits mehr als 30 Interessenten.
- Nach rund zehn Monaten Bauzeit präsentiert sich die ehemalige Schule als modernes Wohnhaus.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Mit dem neuen Standort schließt die Lebenshilfe eine wichtige Versorgungslücke zwischen den bestehenden Standorten Bad Radkersburg, Feldbach und Halbenrain. Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf erhalten damit eine zusätzliche Wohnmöglichkeit in der Region.
Auch die Lage bringt Vorteile: Das Ortszentrum ist fußläufig erreichbar. Einkaufsmöglichkeiten und weitere Einrichtungen können gut erreicht werden. Zudem gibt es für die Bewohner die Möglichkeit, im inklusiven Post- und Werkstättenbetrieb der LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH vor Ort, einer Beschäftigung nachzugehen.
Achtsam geplant und umgesetzt
Bei der Sanierung wurde bewusst darauf geachtet, sinnvoll und nachhaltig zu investieren.
„Wir haben sehr achtsam ausgebaut – Wir haben nur investiert, was wirklich erforderlich war“.
Monika Brandl
Im Mittelpunkt standen die Bedürfnisse der Bewohner sowie ein modernes, funktionales Wohnangebot. Dass dies in einer vergleichsweise kurzen Bauzeit gelungen ist, macht die Geschäftsführerin besonders stolz: „Ich bin schon stolz darauf, dass hier zeitgemäße Wohnangebote in einer so knappen Bauzeit von rund einem Jahr entstanden sind.“
- GF Monika Brandl und Bgm. Reinhold Ebner freuen sich, ein zeitgemäßes Zuhause bieten zu können, das auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt ist.
- Foto: LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH
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Neue Arbeitsplätze entstehen
Mit dem Wohnhaus werden nicht nur neue Wohnplätze geschaffen, sondern auch Arbeitsplätze im Pflege- und Betreuungsbereich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zeitgleich mit den neu zu beziehenden Wohnungen schrittweise in Etappen eingestellt.
Für die Gemeinde St. Peter am Ottersbach ist das Projekt ebenfalls ein Gewinn. Sie hat das Vorhaben unterstützt und freut sich über die neue Einrichtung. Das Projekt ist mit den neuen Arbeitsplätzen und insgesamt auch wirtschaftlich ein Gewinn für die Gemeinde.
- Lebenshilfe-Geschäftsführerin Monika Brandl ist stolz auf das neue, inklusive Zuhause.
- Foto: MeinBezirk/Gerda Sammer-Schmidt
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Das Lebenshilfe-Wohnhaus verbindet moderne, bedarfsgerechte Wohnangebote mit einem wichtigen Beitrag für die Region. Aus der ehemaligen Volksschule ist ein Ort geworden, an dem Menschen mit hohem und höchstem Unterstützungsbedarf ein eigenes Zuhause finden.
Mehr Infos zu den unterstützenden Betrieben
e-Lugitsch Elektro GmbH
Metallbau Lipp
LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH



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