Hitze und Herz
Warum hohe Temperaturen dein Herz-Kreislauf-System belasten
- Tut dem Herz-Kreislauf-System bei Hitze gut: Regelmäßig und über den Tag verteilt trinken, am besten Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte.
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Temperaturen jenseits der 30 Grad sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gesundheitliche Folgen haben. Besonders das Herz-Kreislauf-System gerät bei Hitze unter Druck. Die Med Uni Graz informiert, warum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an heißen Tagen steigen kann und worauf vor allem gefährdete Personen achten sollten.
STEIERMARK. Hitze bedeutet für das Herz-Kreislauf-System harte Arbeit: Denn wenn die Temperaturen steigen, versucht der Körper, die überschüssige Wärme abzugeben. Dafür erweitern sich die Blutgefäße und der Körper beginnt zu schwitzen. Beide Mechanismen helfen bei der Abkühlung, bedeuten für den Kreislauf aber zusätzliche Arbeit. Durch die Erweiterung der Blutgefäße sinkt der Blutdruck. Damit Organe und Gewebe weiterhin ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, muss das Herz schneller und kräftiger pumpen. Gleichzeitig verliert der Körper beim Schwitzen Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, sinkt das Blutvolumen und das Blut wird zähflüssiger. Dadurch steigt das Risiko für Blutgerinnsel – und damit auch die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall, heißt es in einer aktuellen Aussendung der Med Uni Graz.
Vor allem ältere und kranke Menschen sind gefährdet
Besonders belastend sind Hitzewellen für Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen. Aber auch ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder zählen zu den Risikogruppen. Zudem können bestimmte Medikamente, etwa Entwässerungs- oder Blutdruckmittel, den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt beeinflussen. Betroffene sollten deshalb ärztliche Empfehlungen besonders genau beachten, rät Markus Wallner von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Med Uni Graz.
- Wie sich extreme Hitze auf unser Herz-Kreislauf-System auswirken, weiß Markus Wallner von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Med Uni Graz.
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Ausreichend trinken und direkte Sonne meiden
Um den Kreislauf zu entlasten hilft regelmäßiges Trinken über den gesamten Tag verteilt. Dabei eignen sich vor allem Wasser und verdünnte Fruchtsäfte, heißt es seitens der Med Uni Graz. Alkohol und stark koffeinhaltige Getränke sollten hingegen nur eingeschränkt konsumiert werden. Ebenso wichtig ist es, direkte Sonne zu meiden und körperliche Anstrengungen möglichst auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.
- Auch Ventilatoren können hilfreich sein um das Herz-Kreislauf-System zu schonen.
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Vorsicht beim Sprung ins kalte Wasser
Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: Wer stark erhitzt ist, sollte nicht sofort ins kalte Wasser springen. Der plötzliche Kältereiz kann den Kreislauf belasten und in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen auslösen. Fachleute empfehlen daher, den Körper vor dem Baden langsam abzukühlen und sich schrittweise an die Wassertemperatur zu gewöhnen.
- Verlockend aber gefährlich ist der Sprung ins kalte Wasser wenn einem heiß ist.
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Hitzschlag und Sonnenstich sind Notfälle
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen können Anzeichen für einen Sonnenstich oder Hitzschlag sein. Beide Erkrankungen sollten ernst genommen werden.
Während ein Sonnenstich durch längere direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf entsteht, handelt es sich beim Hitzschlag um eine gefährliche Überhitzung des gesamten Körpers. Bei schweren Symptomen sollte umgehend medizinische Hilfe verständigt werden.
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