Kampf gegen Hitze
Diese Maßnahmen helfen Städten in Österreich

Mit dem Klimawandel steigt auch in Österreich die Belastung durch Hitzewellen – besonders stark betroffen sind Städte. | Foto: Simon Michl
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Mit dem Klimawandel steigt auch in Österreich die Belastung durch Hitzewellen – besonders stark betroffen sind Städte. Grund dafür ist das Phänomen der städtischen Wärmeinsel oder auch "Urban Heat Island" genannt.

von Anna Rauchecker

ÖSTERREICH. Städte heizen sich mehr auf als ländlichere Regionen. Das liegt daran, dass städtische Oberflächen wie Asphalt und Beton tagsüber mehr Wärme speichern und nachts langsamer abkühlen. Dazu kommt Faktoren wie urbaner Verkehr und Industrie, welche die Temperaturen in Städten besonders im Sommer zusätzlich in die Höhe schießen lassen.

Eine Urban Heat Island (UHI), also eine städtische Wärmeinsel, entsteht durch hohe sommerliche Temperaturen im Zuge von wochenlangen Hitzewellen und der damit verbundenen, besonders starken Aufheizung bestimmter Stadtgebiete, wie das Umweltbundesamt Österreich erklärt. Ursachen für UHI sind etwa ein hoher Grad an Bodenversieglung und der Mangel an Vegetation und offenem Boden. Dieser Effekt tritt im Zuge der Klimaerwärmung und der zunehmenden Urbanisierung immer häufiger auf.

Städte auf UHI-Effekt vorbereiten

Für Großstädte wie Wien ist der UHI-Effekt bereits Bestandteil der Stadtplanung. Hier dient zum Beispiel der "UHI-Strategieplan Wien" als Leitfaden, die städtischen Hitzeinseln abzukühlen. Doch auch kleinere Städte müssen sich laut dem Umweltbundesamt auf städtische Wärmeinseln entsprechend vorbereiten.

Um die Auswirkungen von Urban Heat Islands nicht nur in Metropolen, sondern auch in Gemeinden zu reduzieren, werden folgende Anpassungsmaßnahmen vom Umweltbundesamt empfohlen: Es sollte eine jährliche Reduktion der versiegelten Flächen im Ausmaß von 1,25 Prozent über einen Zeitraum von 40 Jahren angestrebt werden. 

Für Großstädte wie Wien ist der UHI-Effekt bereits Bestandteil der Stadtplanung. | Foto: Unsplash/Jonas Weckschmied
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Dies kann einerseits durch eine Überführung in Grünflächen oder durch den Einbau von Sickerpflaster mit mindestens 50 Prozent Wasserdurchlässigkeit erreicht werden. Weiters sollte eine wirksame Verschattung von Gebäuden und Freiräumen – zum Beispiel durch Bäume, grüne Fassaden, Lauben oder Solarpaneelen, wo auch immer möglich, – eingesetzt werden. Zudem rät das Umweltbundesamt, bestehende Grün- und Wasserflächen vor Verbauung zu schützen und bei der Auswahl der Baumaterialien auf thermische Eigenschaften zu achten.

Pilotprojekt mit UHI-Karten

In einem Forschungsprojekt in Auftrag vom Umweltbundesamt wurden für drei Pilotstädte, darunter Mödling, Salzburg und Klagenfurt, UHI-Karten bis zum Jahr 2100 modelliert. Diese haben zum Zweck, sensible Stadträume zu planen und zukünftige Hitzebildungen vorzubeugen. In einem weiteren Schritt wurden sowohl die Effekte als auch die Kosten der Maßnahmen verglichen. Die entwickelte Methode ist laut dem Forscherteam auch auf andere Städte in Österreich übertragbar und leicht nutzbar. 

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