"Saferinternet.at"
Fast alle Jugendlichen nutzen KI-Chatbots regelmäßig
- Neue Studie zeigte auf, dass KI-Chatbots zum wichtigen Begleiter für Jugendliche werden.
- Foto: Tim Hauswirth/Pixabay
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Laut einer aktuellen Studie zum Safer Internet Day am 10. Februar nutzen 94 Prozent der Jugendlichen KI-Chatbots. Vor allem für schulische, aber auch zunehmend für persönliche Themen greifen die 11- bis 17-Jährigen auf die Künstliche Intelligenz zurück.
ÖSTERREICH. Im Rahmen des 23. internationalen Safer Internet Day am 10. Februar dieses Jahres präsentierte "Saferinternet.at" eine aktuelle Studie zu "KI-Chatbots als Alltagsbegleiter für Jugendliche". Wenig überraschend konnte die Studie aufzeigen, dass künstliche Intelligenz (KI) für Jugendliche inzwischen zu einem wichtigen und stetigen Begleiter wurde – 94 Prozent der Jugendlichen würden demnach KI-Chatbots regelmäßig nutzen.
Für die Studie wurden 500 österreichische Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren befragt. Zudem führte man zwei vertiefende Fokusgruppen in Jugendeinrichtungen durch.
Ältere Jugendliche nutzen KI häufiger
ChatGPT wurde zum Spitzenreiter innerhalb der Befragung und wird von 90 Prozent der Befragten genutzt. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Befragten nutzt den KI-Chat täglich. Die älteren der Befragten (30 Prozent) nutzen zudem ChatGPT mehr als die jüngeren mit 18 Prozent. „Künstliche Intelligenz ist für Jugendliche zum digitalen Begleiter geworden. Gerade deshalb dürfen wir sie mit den Risiken nicht alleinlassen. Wir brauchen mehr Bildung über KI, in der Schule sowie mithilfe der Digitalen Kompetenzoffensive, klare Regeln und ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein“, meint Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP).
- „Künstliche Intelligenz ist für Jugendliche zum digitalen Begleiter geworden", so Pröll.
- Foto: Christopher Dunker/BKA
- hochgeladen von Sophie Wagner
Die meiste Verwendung der Jugendlichen von KI findet sich in der Schule – fast drei Viertel (73 Prozent) verwenden KI-Tools für schulische Zwecke. Deutliche Unterschiede gab es zudem zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen (11 bis 14 Jahre und 15 bis 17 Jahre). Weibliche und ältere Jugendliche nutzen KI in allen Anwendungsbereichen häufiger.
"KI kann qualifizierte Beratung nicht ersetzen"
Zudem wächst auch die zunehmende Bedeutung von KI im emotionalen und zwischenmenschlichen Bereich. Etwa ein Viertel der Befragten würde demnach KI "zumindest manchmal" nutzen, um freundschaftliche Unterhaltungen zu führen – knapp ein Fünftel für romantische Gespräche. Problematisch könne es werden, wenn die künstliche Intelligenz in belastenden Situationen als Unterstützung genützt werde. „Gerade bei persönlichen oder psychischen Problemen kann eine Beratung durch KI-Chatbots zunächst als Überbrückung dienen, sie stößt aber schnell an ihre Grenzen und kann eine qualifizierte Beratung nicht ersetzen“, so Buchegger.
Besorgniserregend sei zudem, dass 28 Prozent der Befragten davon ausgehen würden, dass ihre Eingaben in den Chatbots vertraulich seien. Stefan Ebenberger, Generalsekretär der ISPA – Internet Service Providers Austria, plädiert deswegen für eine stärkere Sensibilisierung Jugendlicher beim Thema Datenschutz. "Das Recht auf Privatsphäre und welche Auswahlmöglichkeiten es bei den unterschiedlichen Anwendungen gibt, muss eindringlicher vermittelt werden.”
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