"Haltlose Vorwürfe"
Hat die FPÖ Informationen an Russland weitergegeben?

Neos und Grüne fragen sich, ob die FPÖ eine Rolle bei der Weitergabe von Informationen an Russland gespielt hat und wenn ja, welche. Hier zu sehen: Bundesparteichef Herbert Kickl. | Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
4Bilder
  • Neos und Grüne fragen sich, ob die FPÖ eine Rolle bei der Weitergabe von Informationen an Russland gespielt hat und wenn ja, welche. Hier zu sehen: Bundesparteichef Herbert Kickl.
  • Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
  • hochgeladen von Christiane Appel

Zuerst hat es geheißen, Ungarn hätte EU-interne Informationen mit Moskau geteilt. Dann sind die Spekulationen auf Österreich übergeschwappt. Neos und Grüne fragen sich, ob die FPÖ dabei eine Rolle gespielt hat und wenn ja, welche. Die Freiheitlichen weisen die Vorwürfe als "haltlos" zurück.

ÖSTERREICH. Die US-Zeitung „Washington Post“ hatte die Sache ins Rollen gebracht: Unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter und Sicherheitsbeamte hat die Zeitung berichtet, dass die ungarische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán den Kreml seit Jahren mit sensiblen EU-internen Informationen versorgen soll. Diese Gerüchte kursieren schon lange, jetzt soll es erstmals Beweise geben.

Laut dem Zeitungsbericht soll der ungarische Außenminister Péter Szijjártó sogar während Pausen von EU-Treffen regelmäßig mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefoniert haben, um ihm ein Update über die Gespräche zu geben. Entsetzt reagierte die EU-Kommission: „Wir erwarten von der ungarischen Regierung eine Klarstellung“, hieß es aus Brüssel.

FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky verteidigt den ungarischen Premier Viktor Orbán. | Foto: APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER
  • FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky verteidigt den ungarischen Premier Viktor Orbán.
  • Foto: APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER
  • hochgeladen von Antonio Šećerović

Die FPÖ ritt umgehend zur Verteidigung der Ungarn aus. Der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, kritisierte die Anschuldigungen als politischen Schachzug. Die blaue EU-Abgeordnete Petra Steger sprach von einer gezielten Schmutzkübelkampagne.

Neos und Grüne stellen Fragen

Die Neos fragen sich unterdessen, ob und welche österreichischen Informationen von der FPÖ – eventuell über ihre ungarischen Kontakte – in Moskau gelandet sein könnten. Schließlich würden „Herbert Kickl und seine Partei zu den engsten Freunden Putins in Europa gehören“, so Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos. Er will außerdem wissen, ob es direkte Kanäle der FPÖ zum Kreml gibt und ob Karin Kneissl dabei eine Rolle spielt.

Die Grünen wundern sich, dass die Blauen den ungarischen Premier Orbán „reflexartig“ verteidigen, anstatt nach Aufklärung zu rufen. Die europapolitische Sprecherin der Grünen, Meri Disoski, plädiert für einen Russland-Untersuchungsausschuss.

FPÖ weist Vorwürfe zurück

Die Freiheitlichen wehren sich in einer knappen Stellungnahme gegenüber MeinBezirk gegen die Vorwürfe: „Wir weisen die Vorwürfe der Neos und der Grünen als haltlos zurück."

Das könnte dich auch interessieren:

Außenministerium will gegen russische Spionage in Wien vorgehen
EU müsse laut Bundeskanzler Stocker mit Putin reden
Kickl will Spritpreisbremse durch Steuersenkungen
Neos und Grüne fragen sich, ob die FPÖ eine Rolle bei der Weitergabe von Informationen an Russland gespielt hat und wenn ja, welche. Hier zu sehen: Bundesparteichef Herbert Kickl. | Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
FPÖ-Delegationsleiter Harald Vilimsky verteidigt den ungarischen Premier Viktor Orbán. | Foto: APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER
Meri Disoski (Grüne), Archiv | Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Douglas Hoyos (Neos), Archiv | Foto: NEOS
Anzeige

Reality-Check
So kämpfen kleine Betriebe mit dem Bürokratie-Dschungel

Je kleiner der Betrieb, umso größer die Belastung - ein EPU und ein familiengeführtes Unternehmen berichten aus ihrem Alltag. Überlastung durch Bürokratie ist für alle Betriebe tägliche Realität. Besonders belastet sind allerdings Ein-Personen-Unternehmen, kurz EPU. Hier gibt es keine Compliance-Verantwortlichen oder Rechtsabteilungen, die den Gesetzesdschungel lichten helfen. Es laufen alle Pflichten und die gesamte Verantwortung bei einer Person zusammen. „Es gibt so viele Gesetze,...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

W S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.