Das Herz der Diözese im Herzen der Stadt – "Graz Inside" im Priesterseminar

Juwel der Stadtkrone: Regens Thorsten Schreiber führt die WOCHE durch sein Priesterseminar.
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  • Juwel der Stadtkrone: Regens Thorsten Schreiber führt die WOCHE durch sein Priesterseminar.
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Das Priesterseminar hat nicht nur den größten Innenhof von Graz, sondern auch eine lange Geschichte.

Der Tag im Grazer Priesterseminar in der Bürgergasse beginnt um 6.45 Uhr mit der heiligen Messe, die Regens Thorsten Schreiber, die Priesterseminaristen und andere Priester sowie Studierende gemeinsam feiern. "Wir beheimaten viele kirchliche Institutionen, freuen uns aber auch besonders, dass wir 14 Seminaristen der Diözesen Graz-Seckau und Gurk auf ihrem Weg der Berufung zum Priestertum begleiten", erzählt der Regens, der dem Priesterseminar, das in Summe 16.600 Quadratmeter groß ist, seit 2016 vorsteht.

Hoffnungszeichen: Regens Thorsten Schreiber vor Arnulf Rainers Kreuz
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Erste steirische Universität

Gegründet wurde das Priesterseminar als Jesuitenkolleg im Jahr 1573, 1585 wurde das Kolleg durch päpstliches und kaiserliches Dekret zur ersten steirischen Universität erhoben. Wie alt das Gebäude ist, bezeugen viele Denkmäler der Renaissance und des Barock. "Das Refektorium wurde 1694 fertiggestellt und dient uns auch heute noch als Speisesaal, aber auch Feste werden hier gefeiert", führt Schreiber, der 2008 zum Priester geweiht wurde, durch "sein" Haus. Der 38-jährige Regens kennt die bekannte Adresse in der Stadtkrone wie kein anderer, kam er doch bereits 2003 hierher.
Die Bronzeskulptur "Der gute Hirte" des Künstlers Erwin Huber, ein Geschenk zur Emeritierung von Bischof Johann Weber, "wacht" vor dem Eingang zur Hauskapelle, die in einem modernen Stil gehalten ist. "Der Fensterzyklus von Rudolf Szyszkowitz aus den 60er Jahren stellt Bilder aus der Heilsgeschichte dar und symbolisiert, dass wir unser Leben mit Gott meistern." Diesen gegenüber liegen fünf bemalte Glasskulpturen-Fenster des Künstlers Michael Kienzer.

Imposant: Das Refektorium dient seit über 300 Jahren als Speise- und Festsaal und wird von Gemälden mit Heiligendarstellungen geziert.
  • Imposant: Das Refektorium dient seit über 300 Jahren als Speise- und Festsaal und wird von Gemälden mit Heiligendarstellungen geziert.
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Geschichtsträchtiges Zuhause

Das Priesterseminar dient den Seminaristen, Priestern, drei Kreuzschwestern und rund 30 Studierenden der Katholischen Hochschulgemeinde als Zuhause, darüber hinaus sind in diesem Haus auch das Bildungsforum Mariatrost, Diözesanarchiv, Diözesangericht, Diözesanmuseum, Domchorstudio, Katholische Bildungswerk, Matrikenreferat, Welthaus und der Steirische Presseclub beheimatet. „Wir haben eine sehr lebendige Hausgemeinschaft und die Verbundenheit zum Haus bleibt auch darüber hinaus bestehen“, so der Hausherr, der in Summe zehn Mitarbeiter hat.
Das Priesterseminar gilt als geistiges, kulturelles und religiöses Herz der Diözese und hat einige Sehenswürdigkeiten wie etwa den Barocksaal, die Barockstiege und einen wunderschönen Garten. "Das Diözesanmuseum bietet gerne Hausführungen an", verrät Schreiber, der auch den theologischen Hintergrund des Schneemannes im größten Renaissance-Innenhof der Stadt, erläutert: „Er ist ein Symbol der Vergänglichkeit, ein stummer Zeuge von Veränderung und in der Wasserpfütze spiegelt sich die Turmuhr, unsere Zeit, die auch ‚dahinrinnt‘.“
Auch wenn der Regens es schätzt, eine solch geschichtsträchtige Institution leiten zu dürfen, meint er: "Es sind immer die Menschen, die ein Haus ausmachen."

Stummer Zeuge: Der Schneemann im Innenhof hat einen theologischen Hintergrund.
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Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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