Fuckup Nights und New Work Wirbel
Wer scheitert, lernt schneller

Wie man mit Fehlern richtig umgeht, ist bei den Fuckup-Nights zu hören. Unternehmer erzählen, was bei ihnen so richtig schiefgelaufen ist.
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  • Wie man mit Fehlern richtig umgeht, ist bei den Fuckup-Nights zu hören. Unternehmer erzählen, was bei ihnen so richtig schiefgelaufen ist.
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Storys vom Scheitern statt der ewigen Erfolgsgeschichten: "Fuckup" heißt das Format, das aus Fehlern lernen will.

Unternehmer:innen von ihren größten Fehlern erzählen hört man nicht alle Tage: "Was war dein Fuckup?", diese Frage stellt Moderatorin Lisa Steindl sechs Mal im Jahr den Speaker:innen bei den "Fuckup-Nights". Ein Format, das Geschichten vom beruflichen Fall und den Lehren daraus eine Bühne bietet.

Hat das Format nach Graz gebracht: Mediatorin Lisa Steindl
  • Hat das Format nach Graz gebracht: Mediatorin Lisa Steindl
  • Foto: Christine Rechling
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New Work Wirbel

Auch morgen Abend werden in Graz wieder Geschichten vom Scheitern und Wieder-Aufstehen erzählt: um 18.30 Uhr als "Fuckup Night". Einem Format, das 2017 in Graz ankam und 2020 zwischenzeitlich zum Digital-Event geworden ist. Heute Nachmittag findet als Warm-up für morgen ein Workshop im Zuge des "New Work Wirbels" 2021 statt. Der "New Work Wirbel" ist mehr als ein Zungenbrecher: Die Stadt Graz widmet sich im Zuge dieser Eventreihe im Lendhafen eine Woche lang dem Wandel und der Flexibilisierung der Arbeitswelt. "Wer scheitert, lernt schneller" heißt der heutige, kostenlose Workshop der Fuckup-Organisatorinnen.

G'scheiter scheitern

Die Grundidee von Fuckup: Mut machen zum Unternehmertum: "Ich halte es für ausgesprochen wichtig, Menschen einen Raum zu geben, in dem Fehler erlaubt sind, weil Unternehmen nur so Innovation und Weiterentwicklung gelingt." Weil Scheitern aber überall sei und kaum jemand darüber spricht, hat Lisa Steindl nun auch einen Podcast gestartet: In "Fuckup Stories – G'scheiter scheitern" hat sie mitunter bereits mit Neos-Gründer Matthias Strolz übers Scheitern als Motor für Veränderung gesprochen. Auch offenherzig scheiternde Politiker:innen scheinen gerade an Sympathie zu gewinnen, wie jüngst die Reaktionen auf Rudolf Anschobers Rücktritt oder Angela Merkels öffentliche Entschuldigung zeigen.

Fehlerkultur auf Österreichisch

Dabei hält Steindl die hiesige Fehlerkultur für ausbaufähig: "Mir kommt vor, wir sind totale Schmerzvermeider:innen. Vieles muss glatt und nach außen hin perfekt sein. Dabei berühren einen gerade die Fehler, die man selbst auch schon gemacht hat. Mich fasziniert bei den Events immer wieder, wie unterschiedlich die Menschen mit ihren Fehlern umgehen." In Amerika herrsche ein anderes Extrem: "Wenn du dort noch nie gescheitert bist, hast du etwas falsch gemacht."


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