"Hochgradig ungerecht"
Grüne starten Hitzeschutz-Petition und legen Fünf-Punkte-Plan vor
- Die Grünen haben am Dienstag ihre Kampagne „Hochgradig ungerecht“ vorgestellt und gleichzeitig eine Petition für mehr Hitzeschutz gestartet.
- Foto: Grüne/Johow
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Mit einer neuen Petition und einem Fünf-Punkte-Plan wollen die Grünen mehr Maßnahmen gegen die zunehmende Sommerhitze erreichen. Die Partei fordert unter anderem mehr schattige Plätze, Trinkbrunnen, kostenlose Freibäder an Hitzetagen sowie besseren Schutz für besonders gefährdete Menschen.
ÖSTERREICH/WIEN. Die Grünen haben am Dienstag ihre neue Kampagne "Hochgradig ungerecht" vorgestellt und gleichzeitig eine Petition für mehr Hitzeschutz gestartet. Parteichefin Leonore Gewessler präsentierte die Initiative in St. Marx, einem Bereich, der aufgrund der dichten Bebauung und versiegelten Flächen als besonders hitzebelastet gilt.
Mit einem Infrarot-Thermometer wollen Vertreterinnen und Vertreter der Partei in den kommenden Wochen an verschiedenen Orten in Österreich aufzeigen, wie stark sich Städte und Gemeinden in den Sommermonaten aufheizen.
Klimaanlagen für öffentliche Einrichtungen
Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein Fünf-Punkte-Plan, der sowohl kurzfristige Maßnahmen als auch langfristige Investitionen vorsieht. Gefordert werden Klimaanlagen und Hitzeschutzmaßnahmen für Schulen, Kindergärten, Spitäler und Pflegeheime. Außerdem sprechen sich die Grünen für zusätzliche finanzielle Unterstützung der Gemeinden zur Absicherung von Freibädern sowie für freien Eintritt an Tagen mit Temperaturen ab 35 Grad aus.
- Am Veranstaltungsort in St. Marx zeigte das Infrarot-Thermometer mehr als 41 Grad an.
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Weitere Vorschläge umfassen den Ausbau von Trinkbrunnen, die Pflanzung von einer Million Bäumen bis 2030 sowie die Einrichtung öffentlich zugänglicher, kühler Aufenthaltsorte in allen Gemeinden und Bezirken. Dazu könnten etwa Gemeindeämter, Kirchen oder Pfarrhöfe an besonders heißen Tagen geöffnet werden. Ergänzend fordert die Partei einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien sowie Maßnahmen zur Renaturierung von Gewässern.
"Es ist hochgradig ungerecht, wer bei dieser Hitze schutzlos bleibt: Kinder im Kindergarten, alte Menschen im Pflegeheim, Bauarbeiter auf der Baustelle. Es sind genau jene, die sich am wenigsten wehren können – und genau die lässt die Regierung im Stich", sagte Gewessler bei der Präsentation.
Konkretes Finanzierungsmodell
Die Finanzierung eines Großteils der vorgeschlagenen Maßnahmen sehen die Grünen durch den Wegfall der von der Bundesregierung eingeführten Förderung für emissionsstarke Pick-up-Trucks als möglich an.
Mit der Petition will die Partei Unterstützung für ihre Forderungen sammeln. "Mit unserer Petition geben wir all jenen eine Stimme, die nicht länger zuschauen und warten wollen. Je mehr Menschen unterschreiben, desto schwerer wird es für die Regierung, weiter den Kopf in den heißen Sand zu stecken", so Gewessler.
Die Petition kann ab sofort online unter gruene.at/hitzeschutzpaket unterzeichnet werden.
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