Weltnichtrauchertag
Ex-Raucher als Botschafter für den Rauchstopp

Vorbildwirkung: Wer es selbst geschafft hat, auf Zigaretten zu verzichten, kann auch andere leichter dazu bewegen.
  • Vorbildwirkung: Wer es selbst geschafft hat, auf Zigaretten zu verzichten, kann auch andere leichter dazu bewegen.
  • Foto: prescott/Fotolia.com
  • hochgeladen von Simon Michl

Nicole Pfusterer aus Stainz ist eine von vielen Ex-Rauchern, die andere auch dazu inspirieren wollen.

Umdenken und ausdämpfen – dieses Ziel verfolgt Vivid, die Fachstelle für Suchtprävention, mit ihrer Arbeit das ganze Jahr hindurch. Jetzt, rund um den Weltnichtrauchertag am 31. Mai, erlangt dieses Engagement wieder einen besonderen Stellenwert. „In der Steiermark rauchen 25,4 Prozent der Bevölkerung. Rauchen ist damit nach wie vor ein großes gesundheitspolitisches Problem und verursacht zahlreiche vermeidbare Erkrankungen“, erklärt Gesundheitslandesrat Christopher Drexler. Eine neue Chance für den Nichtraucherschutz könnte sich nun auch im Bund auftun. So werden von Drexler Forderungen nach "weiteren Maßnahmen im Bereich der Tabakprävention" laut, "wie etwa das Rauchverbot in der Gastronomie".

Endlich rauchfrei werden

Für alle, die ebenfalls in die Rauchfreiheit starten wollen, bietet die Gebietskrankenkasse die Kurse „Rauchfrei in 6 Wochen an“. Das "Rauchfrei-Telefon" unter 0800/810013 hilft wochentags von 10 bis 18 Uhr beim Rauchstopp.

Beatmungsgerät verhindern

Seit Anfang des Jahres läuft in der Steiermark die Aktion "Rauchen passt nicht mehr zu mir". Dabei rückt Vivid die Motive von Ex-Rauchern in den Mittelpunkt, die es geschafft haben, ihr Laster aufzugeben. In einem unerwartet großen Echo erreichten Vivid 291 Aufhör-Geschichten. Eine dieser Geschichten stammt von Nicole Pfusterer aus Stainz. "Ich habe einige Male versucht mit dem Rauchen aufzuhören", erzählt sie. "Leider wurde ich immer wieder nach ein paar Monaten rückfällig, weil ich dachte, ich sei 'clean' und eine einzige Zigarette mache in dieser speziellen Situation nichts aus. Da lag ich leider immer wieder falsch." Nur gelegentlich rauchen, wie es manche Menschen tun, geht bei Nicole nicht. Der Hauptgrund für ihren letzten – und erfolgreichen – Versuch waren die Worte einer Ärztin bei einem Vorsorgecheck: Wenn Sie weiterhin rauchen, werden Sie in zehn Jahren ein Beatmungsgerät brauchen. "Diese Worte brannten sich in meinen Kopf ein", erinnert sich Nicole noch genau. "Ich war erst 34 und rauchte im Vergleich zu anderen nicht viel, vielleicht 10 bis 15 Zigaretten pro Tag. Aber ich wusste, die Ärztin hat Recht, denn ich fühlte es wie einen 100 Kilo schweren Stein auf meinem Brustkorb, jeden Tag."

Spätes Umdenken

Zwei Monate lang musste sie jeden Tag über diesen Satz nachdenken, änderte aber nichts an ihren Rauchgewohnheiten. "Bis ich mir zu mir selbst sagte: 'Du bist eine intelligente junge Frau, hast einen guten Job, hast dir auch privat viel aufgebaut, all deine Träume erfüllt, versuchst immer logisch und vernünftig zu handeln. Warum also ist diese dumme und sinnlose Handlung wie das Rauchen noch Teil deines Lebens? Du bist ja sonst nicht so blöd.'" Und damit gelang es: Beim vierten Versuch schaffte es Nicole, endlich rauchfrei zu werden. "Das ist jetzt eineinhalb Jahre her und ich bin stolz darauf."

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