Initiatorin Cornelia Desimini appelliert: Bessere Erschließung durch Öffis in Randbezirken!

Aktiv: Cornelia Desimini setzt sich für eine Wiedereinführung der Buslinie 47 ein.
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Die Wiedereinführung der Buslinie 47 in Andritz wird gefordert. Es fehlt aber an mehr Mobilitätsangeboten.

2.175 Unterschriften mit Stand 27. Dezember 2019 hat Cornelia Desimini mit ihrer Petition gesammelt. Sie fordert die Wiedereinführung der Buslinie 47, die die Gebiete Kalkleiten, Hohenberg und Zösenberg erschlossen hat. "Rund 2.000 Menschen haben hier keinerlei Öffentliche Verkehrsmittel", betont Desimini. Für die WOCHE erklärt sie, wieso es unbedingt zu einer Neuauflage der Linie 47 kommen muss und ruft Grazer dazu auf, Verkehrsmissstände in ihrer Umgebung aufzuzeigen.

"Drei Fahrten sind zu wenig"

"Die Firma Watzke hat den 47er-Bus nach rund 20 Jahren mit Ende November 2015 wegen mangelnder Inanspruchnahme ersatzlos gestrichen", erklärt die Initiatorin. Dies war laut Desimini jedoch das Resultat der schlechten Taktung dieser Linie. "Lediglich morgens und mittags wurde die Strecke bedient, so kann sich auch kein Nutzen einstellen." Beispielsweise war es für Kinder nach der Schule nicht möglich, mit dem Bus nach Hause zu fahren, da es am Nachmittag keine Verbindung gab. Mittlerweile seien die Gemeinden Stattegg und Weinitzen auch stark gewachsen, das Verkehrsaufkommen sei dadurch gestiegen und somit auch der Bedarf an Öffentlichen Verkehrsmitteln, die diese Gebiete erschließen.

Antrag im Gemeinderat

"Das Gebiet ist lediglich zwölf Kilometer Luftlinie vom Parkhouse im Stadtpark entfernt", setzt sich Desimini dafür ein, dass der Ausbau der Öffis in den Randbezirken nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben soll. "Eine stündliche Taktung, und das im besten Fall von 6 bis 21 Uhr, würde dazu führen, dass die Bewohner auf den Bus umsteigen." Ihre Forderung wurde mittlerweile von den Grünen aufgegriffen, die im November einen Antrag auf eine Wiedereinführung der Buslinie 47 im Gemeinderat gestellt haben.

100-prozentige Zustimmung

Desimini ist sich sicher, dass nicht nur ihr Wohngebiet im Grazer Norden von einer schlechten Öffi-Verbindung betroffen ist. "Ganz Graz steht im Stau und ich bin davon überzeugt, dass bessere Öffentliche Verkehrsmittel zu einer Entlastung führen würden", erklärt sie. Dabei seien insbesondere die Randbezirke von Bedeutung, da ihre Bewohner täglich ins Stadtzentrum ein- und auspendeln. "Die Politik muss endlich mutiger werden und auf die Bedürfnisse der Bürger reagieren", hofft sie auf eine Neuauflage der Buslinie 47. "Immerhin haben so gut wie 100 Prozent der betroffenen Bewohner die Petition unterschrieben", meint Desimini abschließend.

QR-Code für die App Buslinie 47 neu

Mit diesem Code kommen Sie zur App, die alle Informationen zur Buslinie 47 enthält. Cornelia Desimini aktualisiert regelmäßig die Entwicklungen und den Unterschriftenstand rund um die Wiedereinführung der Linie 47. Dort ist auch ersichtlich, wo Unterschriftenlisten aufliegen. So kann die Petition in Stattegg, Weinitzen, in Andritz und an mehreren Orten im Grazer Stadtgebiet unterzeichnet werden. Mit diesem Bus sollen die Gebiete Kalkleiten, Leber, Buch und Hohenberg (Stattegg), Zösenberg und Mühl (Weinitzen), Ursprungweg und Schöckelstraße (Andritz) erreicht werden.

Klick: mehr Informationen mit diesem QR-Code

Schreiben Sie uns! Wo fehlen Öffi-Verbindungen?

Schlechte Anbindungen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zwingen die Bewohner vieler Randbezirke dazu, ihr Auto zu nehmen, um in die Stadt zu fahren. Der Arbeitsplatz oder die Bildungseinrichtung sind oft im Stadtzentrum und viele Bewohner von Randbezirken beklagen, dass sie aufgrund der schlechten oder nicht vorhandenen Öffentlichen Verkehrsmittel keine andere Wahl haben. Schreiben Sie uns! Wo ist dies der Fall? In welchen Grazer Randbezirken gibt es keine oder nur eine äußerst schlechte Anbindung an das Öffentliche Verkehrsnetz? Teilen Sie uns Ihre Meinung per E-Mail an leserbrief@woche.at, per Post an die "WOCHE Graz", Gadollaplatz 1/6. Stock, 8010 Graz mit oder posten Sie online auf www.meinbezirk.at/graz oder auf www.facebook.com/wochegraz.

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