SolMate: Sonne, Strom und Seelenverwandte – Business Lunch mit EET

Unter freiem Himmel: Christoph Grimmer (l.) und Martina Maros-Goller wurden im Freigeist von Luca Niederdorfer bewirtet.
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Das Grazer Start-up EET ermöglicht mit SolMate Stromerzeugung auf dem eigenen Balkon oder im Garten.

Erneuerbare Energien: Was als Schlagwort in Diskussionen und Vorhaben unumgänglich ist, wird beim Grazer Start-up EET (Efficient Energy Technology GmbH) gelebt. Die Gründer Christoph Grimmer, Stephan Weinberger und Florian Gebetsroither bringen mit ihrem Photovoltaik- und Speichersystem SolMate Sonne in die eigenen vier Wände – ohne viel Aufwand und Installateur. Im WOCHE Business Lunch verriet Christoph Grimmer, worin die Vorteile dieses Systems liegen.

WOCHE: SolMate lehnt an das englische Wort "soulmate" an, was Seelenverwandter bedeutet. Ein ziemlich großes Wort ...
Christoph Grimmer: Ja, zudem steckt das lateinisch Wort "sol" für Sonne drin, also sind wir Sonnenfreunde (lacht). SolMate steht für Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit, zudem für sauberen, selbst produzierten Strom aus Sonnenenergie. Unser System hat für alle Wohnverhältnisse, je nach Platzangebot, die passende Lösung und kann ohne eine große Baustelle aufgebaut und in Betrieb gesetzt werden.

Wie funktioniert die Stromerzeugung durch SolMate genau?
Unsere Photovoltaikanlagen gibt es mit oder ohne Speichersystem. Die Panele sind, je nachdem ob sie für Balkon oder Garten eingesetzt werden, unterschiedlich groß und werden mit Klettbändern auf dem Geländer montiert beziehungsweise im Garten aufgestellt. Sie werden dann über ein Kabel mit dem Speicher verbunden und dieser wird an einer normalen Steckdose angesteckt. So fließt der selbst erzeugte Strom in das hauseigene Netz. Ohne Speicher funktioniert SolMate wie eine normale Photovoltaikanlage. Wir empfehlen aber das Speichersystem, da man dadurch Strom zur Verfügung hat, auch wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Wie viel Strom kann durch SolMate erzeugt werden?
Das kommt auf den individuellen Stromverbrauch an, aber in einem Durchschnittshaushalt werden 25 Prozent des Bedarfs gedeckt. Durch zusätzliche Features wie der App kann genau nachvollzogen werden, wie viel Strom noch vorhanden ist und wofür er verwendet wird. Außerdem dient der Speicher als Notstromaggregat und kann versetzt werden, wenn man durch einen Ortswechsel eine neue Wohnung bezieht.

Wie kam es zur EET-Gründung?
Wir haben uns an der Technischen Universität kennengelernt und dann die Idee zu SolMate geboren. Im Mai 2017 haben wir unser Unternehmen gegründet und rasch Unterstützer gefunden. Viel haben wir dabei unserem Mentor und Investor Klaus Fronius zu verdanken, der mit seinem Schweißgeräte- und Wechseltrichter-Unternehmen in Oberösterreich 5.000 Mitarbeiter hat. Er und Michael Koncar haben uns geholfen, unser Produkt weiterzuentwickeln und unsere Mitarbeiterzahl von fünf auf 15 zu erhöhen.

Wo wird SolMate produziert und mit welchen Kosten muss kalkuliert werden?
Wir produzieren in Oberösterreich und uns ist es wichtig, die Produktion in Österreich beizubehalten. Der Preis hängt von den Panelen ab, das SolMate-Balkonsystem kostet rund 2.800 Euro, die Gartenvariante etwa 2.400 Euro. Die ersten Systeme liefern wir in sechs Wochen aus, von den 500 produzierten Geräten mit Speicher sind bereits 200 verkauft und auch für die anderen gibt es bereits Interessenten, was bereits zu einer Verknappung führt.

Wie sieht die Zukunft aus?
Wir wollen auch weiterhin unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit und sauberen Stromerzeugung leisten. Unser Fokus liegt in der Erweiterung der Produkte und neben dem europäischen Markt, für den wir ein Patent haben, wollen wir auch Nordamerika erobern.

Das ist
Christoph Grimmer

Geboren am 12. Dezember 1986 in Oberösterreich
Verheiratet, Vater der zehn Monate alten Rosalie
Absolvierte die Hotelfachschule in Salzburg. Da die Gastro aber ein schwieriges Pflaster ist, entschied er sich für ein Studium.
Es zog ihn nach Graz, wo er an der TU technische Chemie und Volkswirtschaftslehre an der KFU studierte.
Er promovierte 2016 in technischer Chemie.
Zudem absolvierte er einen Master in Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen.
Seine Doktorarbeit schrieb er zum Wasserstoff.
Nach seiner Anstellung an der Technischen Universität Graz machte er sich mit EET selbstständig.
Dort ist er für die wirtschaftlichen Belange und den Außenauftritt des Unternehmens zuständig.
Er arbeitet intensiv, aber an Wochenenden wird die freie Zeit genossen.
Die Zeit, die er nicht seiner Familie widmet, verbringt er gerne mit Lesen oder Sport.
Dabei stehen Ski- und Radfahren, Fußball sowie Workout auf dem Programm.
Das Reisen gehört auch zu seinen großen Leidenschaften.
Seine Lieblingsstadt ist New York, zudem mag er Italien sehr gerne.
Dort schätzt und genießt er die Lebenskultur, das Essen und den Wein sehr.

Informationen zu EET – SolMate

Die EET – Efficient Energy Technology GmbH wurde im Mai 2017 von Christoph Grimmer, Stephan Weinberger und Florian Gebetsroither gegründet.
Ihr Produkt ist das Fotovoltaik- und Speichersystem SolMate.
Insgesamt arbeiten 15 Personen an SolMate.
Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. So entschieden sie beim Fifteen Seconds Festival die Start-up-Competition für sich und wurden von der WKO mit dem "Born Global Champion"-Award ausgezeichnet. Sie sind Sieger der Verbund- und TÜV-Start-up-Challenges und wurden auch zum "Energiegenie" auf der Energiemesse Wels gewählt.
Bei der Intersolar-Messe in München wurden sie unter 850 Ausstellern für den Innovationspreis nominiert.
Standort: Plüddemanngasse 105, 8042 Graz
Telefon: 0316/23 22 03
Web:www.eet.energy


Gast und Wirtschaft

Freigeist
Café – Bar – Burger

Klosterwiesgasse 2, 8010 Graz
Telefon: 0316/81 05 40
E-Mail: info@freigeist-burger.at
Web:www.freigeist-burger.at
Beschreibung: Das Freigeist hat sich schon lange in die Herzen der Grazer gekocht. Es hat den Ruf, die mitunter besten Burger der Murmetropole zu haben. Durch die Eröffnung des zweiten Freigeistes im Brauquartier (Telefon: 0316/24 39 01) kamen zahlreiche neue Stammgäste hinzu.
Das Essen: Dass Freigeist nicht nur Burger, sondern auch gutes Frühstück heißt, zeigt das breite Angebot. Lachs, Trüffel, Avocado, Omelette und jede Menge Bowls sind nur ein kleiner Auszug. Christoph Grimmer entschied sich für die Bowl "Porridge Perfection", WOCHE-Redakteurin Martina Maros-Goller für die "Blueberry Fruit Bowl" und WOCHE-Fotograf Jorj Konstantinov ließ sich einen Cheesecake schmecken.
Die WOCHE meint: Die Wahl fiel nicht leicht und der Gaumen wurde nicht enttäuscht. Das Frühstück beim Freigeist schmeckt ausgezeichnet und ist mit Sicherheit noch ein Geheimtipp – nicht nur aufgrund des ruhigen, schattigen Innenhofs.

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