Coronavirus
Ischgl: Wegbereiter für Herdenimmunität in ganz Österreich?
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- hochgeladen von DI Harald Luckerbauer
Die medizinische Universität Innsbruck hat eine weitreichende Studie, einen Meilenstein in der Causa Corona in Österreich geschaffen. In dieser Studie wurden in Ischgl in 42,4% der Getesteten Antikörper gefunden, und diese könnte damit zum Wendepunkt der Corona-Krise in Österreich werden. Mit dieser Studie könnten wir das erste Mal Licht am Ende des so finsteren Corona-Tunnels sehen.
Laut dieser Studie wurden bei den Kindern bis 18 Jahren nur in 27% der Fälle Antikörper gefunden. Nach Adam Riese müsste nun die Anzahl der Antikörper bei den Erwachsenen etwas höher, also etwa bei 45% liegen.
Wir wissen aber auch, dass nicht alle Menschen die mit dem Coronavirus in Berührung gekommen sind auch Antikörper entwickelt haben, bzw. dass diese nicht mehr nachweisbar sein könnten. Dann könnte es ohne weiters möglich sein, dass in Ischgl nun um einiges mehr als 45% der Bevölkerung mit dem Virus in Berührung gekommen ist.
Diese These könnte auch dadurch unterstützt werden, dass nur in 27% der Kinder im Vergleich zu 45% der Erwachsenen Antikörper nachgewiesen wurden. Dies lässt die Annahme zu, dass Kinder sehr wohl gleichermaßen wie die Erwachsenen mit dem Virus in Berührung gekommen sind, aber nicht in so vielen Fällen wie bei den Erwachsenen Antikörper gebildet worden sind.
"Auch wenn damit nicht von einer Herdenimmunität auszugehen ist, dürfte die Ischgler Bevölkerung doch zu einem Gutteil geschützt sein", kommentiert Studienleiterin von Laer das Ergebnis.
Was es auch immer ist, eine echte Herdenimmunität oder nur zu einem Gutteil geschützt, das Virus wird sich in Ischgl doch zumindest momentan nicht mehr so schnell wie im Rest Österreich's ausbreiten können. Die sogenannte Replikationszahl müsste um einiges niedriger, wenn nicht gar unter eins sein.
Trotz der hohen Durchseuchung in Ischgl waren nur neun Fälle im Spital zu behandeln. Zwei Personen sind in Ischgl am Coronavirus verstorben.
Dies ist natürlich eine viel zu geringe Zahl, um eine Infektionssterberate gesichert ausrechnen zu können. Aber bezogen auf eine Bevölkerung von ca. 1800 Menschen ist dies nun aber rein empirisch als nicht sehr hoch anzusehen.
Und die Frage die man sich nun dank der Studie in Ischgl offen stellen kann ist: "Wenn es Ischgl geschafft hat, warum kann dies nicht auch ganz Österreich schaffen sich vom Coronavirus durch die Flucht nach vorne zu befreien?"
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