Jüngste Patientin 18 Tage alt
132 Menschen wegen FSME 2025 im Spital behandelt
- Wenn die Gefahr im Grünen lauert: Im Jahr 2025 mussten in Österreich 132 Menschen aufgrund einer FSME-Infektion stationär behandelt werden. (Symbolbild)
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Die Zahl der wegen FSME hospitalisierten Personen ist im Vorjahr in Österreich zwar etwas gesunken. Dennoch bleibt das Risiko landesweit bestehen. Experten warnen vor schweren Verläufen und raten zur Impfung, auch bei Kindern.
ÖSTERREICH. Wenn die Gefahr im Grünen lauert: Im Jahr 2025 mussten in Österreich 132 Menschen aufgrund einer FSME-Infektion stationär behandelt werden. Das geht aus einer aktuellen Aussendung des Verbands der Impfstoffhersteller Österreichs (ÖVIH) hervor.
Im Vergleich zum Jahr 2024 mit 158 Spitalsfällen bedeutet das einen leichten Rückgang. Laut dem Zentrum für Virologie der MedUni Wien bewegen sich die aktuellen Zahlen im Rahmen der üblichen jährlichen Schwankungen. Die Fallzahlen beider Jahre der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis waren damit weit entfernt vom Rekordjahr 2020, in dem mehr als 200 stationäre FSME-Fälle registriert wurden, informierte der ÖVIH.
- Stationäre Fälle im Spital. Quelle: MedUni Wien.
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Am stärksten betroffen war demnach Oberösterreich mit 53 gemeldeten Krankenhausaufenthalten. Jeweils zwölf Fälle wurden in Niederösterreich, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg registriert. "Die Hotspots verschieben sich immer ein bisschen", erklärte Infektiologin Ursula Hollenstein. "Das betrifft sowohl die regionale Verbreitung als auch die Höhenlagen. Nicht umsonst wird im Österreichischen Impfplan das ganze Land als Endemiegebiet eingestuft", betont sie.
Keine Todesfälle 2024 und 2025
Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen: 14,4 Prozent der stationär Behandelten waren jünger als 15 Jahre. Laut MedUni Wien war die jüngste Patientin ein 18 Tage altes Mädchen. "Die Zahlen zeigen, dass man das Impfen von Kindern nicht vernachlässigen kann. Auch sie können längerfristig unter den Folgen einer Erkrankung leiden, was durch eine Impfung – sie ist laut Impfplan ab dem ersten Lebensjahr möglich - gut verhindert werden kann", so die Medizinerin.
Von 124 Fällen mit dokumentiertem Verlauf nahm etwa die Hälfte einen schweren Verlauf mit Entzündungen des Nervensystems. Todesfälle wurden in den vergangenen zwei Jahren nicht verzeichnet. Experten empfehlen Auffrischungsimpfungen gemäß Impfplan sowie Schutzmaßnahmen wie geschlossene Kleidung bei Aufenthalten im Freien.
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