Regionalitätspreis für Malerbetrieb Zmugg
Regionale Problemlöser am Pinsel

In Deutschlandsberg verwurzelt: Der Malerbetrieb Zmugg mit regionalen Mitarbeitern und Kunden holt den WOCHE-Regionalitätspreis 2019.
  • In Deutschlandsberg verwurzelt: Der Malerbetrieb Zmugg mit regionalen Mitarbeitern und Kunden holt den WOCHE-Regionalitätspreis 2019.
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  • hochgeladen von Simon Michl

Der Malerbetrieb Zmugg aus Deutschlandsberg gewinnt den WOCHE-Regionalitätspreis 2019.

Wir hätten es eigentlich schon im September wissen können: Gleich drei Mal wurde der Malerbetrieb Zmugg von unseren Leserinnen und Lesern nominiert. „Immer sehr zufrieden“, „sehr kreativ“ oder „nettes und freundliches Team“ war da zu lesen. Die Kunden scheinen mit der Arbeit des Deutschlandsberger Unternehmens also zufrieden zu sein und davon hat man nicht wenig: „Im Schnitt haben wir ein bis eineinhalb Kunden pro Tag“, erzählt Geschäftsführer Christoph Zmugg. In einem Jahr kommt er auf etwa 400 Aufträge, dabei hat er vor knapp zehn Jahren noch ganz alleine angefangen.

Lehre, Meister, Firma

Zmugg hat einen „ganz normalen“ Berufsweg eingeschlagen, wie er sagt. In Deutschlandsberg absolvierte er eine dreijährige Lehre als Maler- und Beschichtungstechniker. „Ich hab mir zwar auch zwei andere Berufe angeschaut, aber das hat mich nie so interessiert.“ Er war der Kreativität und den Geheimnissen der Farben verfallen. Nach dem Bundesheer legte der Deutschlandsberger die Meisterprüfung ab und gründete 2010 seine eigene Firma. „Ein Jahr lang war ich alleine, dann ist es sukzessiv bergauf gegangen“, erinnert er sich. „Es dauert einfach, bis dich die Leute kennen, aber dann ist es dahin gegangen.“ Außerdem sei durch den Facharbeitermangel die Arbeit eher mehr geworden als weniger. „Brauchen könnte ich sicher noch zehn Leute.“

Laufende Lehrlingsausbildung

18 Mitarbeiter hat Zmugg mittlerweile angestellt. Hier spürt er dann doch die negativen Seiten des Fachkräftemangels: „Man findet ganz schwer gute Lehrlinge. Aber das geht jeder Branche gleich, das wird sich wieder legen“, denkt der Malermeister. Sein Betrieb bildete aber bereits vier Lehrlinge aus, drei sind gerade in der Lehre, einer wird wahrscheinlich heuer noch beginnen. Auch zwei Mädels hat er schon ausgebildet. „Das ist gar nicht so unüblich“, sagt Zmugg. „Es gibt vereinzelt Frauen in der Branche, das wird ein bisserl mehr.“

Alle Sieger aus den Regionen

Das sind die Sieger

Alles regional

Alle Mitarbeiter beim Malerbetrieb Zmugg kommen selbst aus dem Bezirk. Überhaupt ist das Deutschlandsberger Unternehmen so tief regional verwurzelt, wie nur möglich: „99 Prozent unserer Kunden sind aus der Region“, bestätigt der Chef. Darunter sind viele wertvolle Stammkunden, bei denen man alle ein bis zwei Jahre zu tun hat. „Das ist das Wichtigste, es erhält einen am Leben.“ Zu den Stammkunden zählen u.a. Seidel oder das LKH in Deutschlandsberg, die Porzellanfabrik Frauenthal oder Künz in Groß St. Florian. Dort machen zwei Mitarbeiter von Zmugg Lackierungen und Sandstrahlungen an anspruchsvollen Kranteilen, die unter Wasser stehen und weltweit verschickt werden.

Problemerkenner und -löser

Neben der Industrie und natürlich zahlreichen Privatkunden betreibt der Malerbetrieb auch viel Denkmalschutz. „Da gibt’s nur die Kalkmalerei, wie früher.“ Die ersten Aufträge bekam Zmugg bei den Schlössern in Frauental und Hollenegg. „Damals haben wir von der Familie Liechtenstein das Vertrauen bekommen. So sind wir in diese Schiene reingerutscht“, erzählt der Geschäftsführer. Auch die Grazer Burg wurde seitdem von seinem Betrieb saniert. Dafür schickt Zmugg seine Mitarbeiter immer wieder zu Schulungen, etwa beim Bundesdenkmalamt. „Ich schau immer, dass wir gut ausgebildet sind. Wenn es was Neues am Markt gibt, machen wir immer Kurse und Nachschulungen.“ Das Unternehmen bietet neben Innen- und Außenmalerei auch Lackieren, Sandstrahlen, Tapezieren, Bodenlegen und mehr an. „Wir können einem Raum eine komplett andere Philosophie geben“, sagt Zmugg über seinen Beruf. „Wir kommen oft wohin und der Raum schaut aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, und wir verlassen den Raum dann sauber. Das ist das Schöne: Man sieht alles, was wir machen.“

"Geht net" gibt's net

Als Maler braucht man nicht nur Kreativität, G’spür für Optik und zwei Augen, sondern auch ein Grundverständnis, wie ein Haus aufgebaut ist. „Es ist ja nicht nur Wand anmalen, wir müssen auch die Probleme dahinter erkennen“, erklärt Zmugg, der aber gerne den Problemlöser spielt. „Wenn ein Kunde auf einer Baustelle nicht weiter weiß, ist das für mich eher ein Anreiz“, schmunzelt er. „Es gibt nichts, was ich nicht beschichten könnte. Es gibt mittlerweile für alles ein Produkt und ein Material.“ Die Worte „Gibt’s net“ oder „Geht net“ hasst Zmugg – denn: „Manchmal muss man quer denken, nicht immer nur schlicht denken.“

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Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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