Tagebuch
Unsere Erlebnisse am Franziskusweg 22. Mai (23. Tag)

Heute geht`   s nach Poggio Mirteto: Am Tagesende frische Wäsche und sogar trocken!
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  • Heute geht` s nach Poggio Mirteto: Am Tagesende frische Wäsche und sogar trocken!
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Mittwoch, 22. Mai (23. Tag)
Tagesetappe: Von La Pineta nach Poggio Mirteto

Heute lachte uns die Sonne nahezu den ganzen Tag an.
Ich hatte in der Nacht noch vom Abendessen geträumt, war wirklich eine „12-Gänge Symphonie“!

Die heutige Route absolvierten wir gemeinsam mit Marlene und Hans. Mit ihnen verbrachten wir eine wunderschöne gemeinsame Zeit. Leider treten sie schon morgen die Heimreise an. Und da sie auch in einer weiter entfernten Unterkunft nächtigten, haben wir uns von den beiden mit Wehmut verabschiedet. Nach dem Einchecken machten wir noch einen ausgedehnten Stadtrundgang in Mirteto und genossen eine Pizza mit Aperol.

Eine sehr laute Kehrmaschine hat mich gerade geweckt. Ich schreib‘ einfach noch einige Gedanken des Tages nieder.
„Du weißt wirklich nie wo, wie und wann der Tag endet“. Du erlebst jeden Tag Unvorhergesehenes! Auf der Strecke nach Mirteto hat Brigitte, jetzt so knapp vor dem Ende, die Bergsteigungen „verwünscht“. Ihre Körpersprache sagte mir, dass sie jetzt schön langsam gerne wieder zu Hause wäre. Ist ja wirklich schon eine lange Zeit, die wir am Franziskusweg verbringen. Auch ich denke während des Tages oft an die Familie. Diese Situation wird durch die lieben Videobotschaften unseres Enkelkindes Maria natürlich verstärkt. Hinsichtlich Kehrmaschine, die gerade vor uns lärmt: Mir ist hier in Mirteto aufgefallen, dass es hier in der Fußgängerzone äußerst sauber war. Kein Einziger Zigarettenstummel war am Boden zu sehen. Sogar die Hunde dürfen nicht in die Grünanlage. Die Grünanlagen mit den Bäumen waren am Boden im Gras mit Verbotstafeln markiert. Das Verbot wurde zu unserer Verwunderung auch eingehalten.
Jetzt vor Rom sind die Wegmarkierungen rar geworden. Auch andere Pilger kämpfen bei Abzweigungen mit der richtigen Richtung herum. Meine Outdooractive-App ist unglaublich hilfreich. Nur mit dem Wegführer in Buchform würde ich oft viele Umwege machen müssen. Auch Google Maps ist bei der Unterkunftssuche unverzichtbar. Ja das Elektronikzeitalter macht‘s möglich. Nun werd‘ ich wieder weiterschlafen!
Gute Nacht!

Jetzt schlaf‘ ich noch immer nicht ...

Meine Gedanken schweifen herum: “Dir wird bewusst, mit wie wenig man täglich auskommt, um glücklich zu sein.” Nur mit einem 10 Kg Rucksack bist du immer überglücklich! Keine Fernbedienung und allen Komfort, den wir zu Hause haben.
Und weil wir heute ein Zimmer mit getrennten Betten bezogen haben: Hier am Weg hatten wir bis dato immer ein Ehebett verfügbar. Für mich als “Jakobswegerfahrener”, ist das eine totale Komfortzone. Kein Schnarchen so wie in den klassischen Herbergen! Das hatte ich mit meiner Brigitte einmal versucht - sie hat ohne etwas zu sagen die Herberge wieder verlassen, da hab’ ich das Schmunzeln nicht verhalten können.

Jetzt probiere ich noch einmal einzuschlafen!

FORTSETZUNG TAG FÜR TAG:
Wir, Brigitte und ich, teilen mit Ihnen täglich in der Corona-Virus Zeit unsere Erlebnisse am Franziskusweg.
29. April bis 26. Mai 2019
Von Florenz nach ROM 563 km

Viel Spaß beim Lesen!

Regionaut Erich Timischl

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