Medizintechnik für weniger Notfälle – Business Lunch mit "Telbiomed"

Business Frühstück im Smart Business Center: Martina Maros-Goller (WOCHE), Peter Kastner, Thomas Mrak und Gerald Felber (v. l.)
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  • Business Frühstück im Smart Business Center: Martina Maros-Goller (WOCHE), Peter Kastner, Thomas Mrak und Gerald Felber (v. l.)
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"Telbiomed" ist im Smart Business Center angesiedelt und bietet smarte Medizintechnik und IT-Services.

Eine verlässliche medizinische Überwachung von chronischen Patienten in den eigenen vier Wänden zu realisieren und Spitalsaufenthalte zu reduzieren, ist das Ziel des Unternehmens "Telbiomed", über das Geschäftsführer Peter Kastner mit der WOCHE spricht. Und auch "Hausherr" Thomas Mrak gibt einen Einblick in das Impulszentrum Smart Business Center, das Technologieunternehmen ein Zuhause gibt.

WOCHE: Das Unternehmen "Telbiomed" wurde im September 2017 gegründet, hat aber dennoch eine lange Geschichte. Wie sieht diese aus?
Peter Kastner: Wir sind ein Spin-off des AIT Austrian Institute of Technology, also der größten außeruniversitären Forschungseinrichtung, mit der wir nach wie vor eng zusammenarbeiten. Daher blicken wir auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück.

Sie stehen für Medizintechnik und IT-Services. Was sind Ihre Hauptgeschäftsfelder?
P. K.: Unser Kerngeschäft sind Telegesundheitsdienste. Wir bieten eine Daten- und Kommunikationsplattform für Patienten, Pflegeexperten und Ärzte an und ermöglichen so, dass die Versorgung und Betreuung von chronisch kranken Personen effizienter und stressfreier funktioniert.

Welche Einsatzgebiete gibt es für die praktische Anwendung?
P. K.: Unser Produkt wird vorwiegend für Patienten mit Herzschwäche und Diabetiker eingesetzt. Wir geben den Patienten eine aktive Rolle, sie sollen ihren Blutdruck, ihr Gewicht und ihre Blutzuckerwerte selbst messen. Diese werden dann mittels Smartphone-App automatisch in das System gespielt und an die betreuenden Pflegeexperten und Ärzte weitergeleitet, die sich die Daten regelmäßig ansehen.

Gibt es bei älteren Menschen eine Hemmschwelle gegenüber dem Smartphone?
P. K.: Die App ist seniorenfreundlich und erleichtert den Alltag enorm, daher ist die Motivation groß.

Was sind die Vorteile?
P. K.: Patienten nutzen die Telegesundheitsanwendung regelmäßig, so kann fristgerecht reagiert werden. Es kommt zu weniger medizinischen Notfällen und es ist für Patienten bequemer, weil dadurch auch Krankenhausaufenthalte reduziert werden können. Das wiederum wirkt sich langfristig auf unser Gesundheitssystem positiv aus, denn die Krankenhaustage sind eines der kostspieligsten Faktoren. Zudem nehmen Pflegeexperten eine aktivere Rolle ein.

Wo wird ihr Produkt eingesetzt?
P. K.: In Tirol wird unser System in der Regelversorgung erfolgreich angewendet, in der Steiermark haben wir mit AIT, der KAGes und Gesundheitsversicherungen im Mürztal eine Pilotregion, die auch positive Ergebnisse verzeichnet. Im nächsten Schritt werden Gespräche mit den Versorgungspartnern bezüglich einer Ausrollung in der Steiermark geführt.

Der Firmensitz ist im Smart Business Center. Herr Mrak, was macht das Center aus?
Thomas Mrak: Wir als Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) sind eine Tochter des Landes Steiermark und betreiben steiermarkweit 28 Impulszentren. Das Smart Business Center ist eines davon und beheimatet rund 40 hochtechnologische Unternehmen. Smart Services ist ein Thema der Zeit und wir unterstützen diese innovativen Firmen, ihre Produkte effizient zu vermarkten und ihnen weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie auf dem Markt wachsen können.

Also stellen Sie die Praxisorientiertheit in den Vordergrund?
T. M.: Ja und dazu haben wir am 16. Jänner eine Veranstaltung mit vielen Experten zu Smart Services im eigenen Haus. Das Jahr 2019 steht im Zeichen von Service-Engineering, Data Mining und Business Intelligence und wir freuen uns, dass wir Hotspot und Anlaufstelle für Technologieunternehmen sind.

Das ist Peter Kastner

Geboren am 12. Dezember 1967
Verheiratet, drei Söhne
HTL-Matura für Nachrichtentechnik und Elektronik in Steyr
Studium der Elektro- und Biomedizintechnik an der TU Graz
MBA für Biotech- und Pharmamanagement in Krems
"Telbiomed"-Geschäftsführer
Er verbringt seine Zeit am liebsten mit seiner Familie und bei sportlichen Aktivitäten aller Art.

Das ist Thomas Mrak

Geboren am 7. August 1967
Verheiratet, vier Kinder
Studium der Rechtswissenschaften in Graz, Bilanzbuchhalter, Steuerberater-Berufsanwärter
Seit 1999 bei der SFG, jetzt Prokurist und Geschäftsführer des Smart Business Center und des ZWT (Zentrum für Wissens- und Technologietransfer)
Er ist passionierter Rennradfahrer und Skitourengeher.

Infos zu "Telbiomed" und Smart Business Center

Die "Telbiomed Medizintechnik und IT Service GmbH" wurde im September 2017 als Spin-off der AIT gegründet.
Geschäftsführer sind Peter Kastner und Robert Modre-Osprian.
Das Unternehmen hat zwei Mitarbeiter und will gemeinsam mit der Auftragslage wachsen.
Im Bereich der Telegesundheitsdienste stellen sie IT-Services bereit, liefern die Hardware zu und bieten auch einen Helpdesk an.
Telefon: 0664/6207695
E-Mail: office@telbiomed.at
Standort: Reininghausstraße 13, 8020 im Smart Business Center
Das Smart Business Center sieht sich als offene Plattform und ist Sitz von rund 40 Unternehmen aus dem Technologiebereich.
Die Schwerpunkte der Unternehmen sind Smart Services und Digitalisierung.
Es hilft Betrieben ihre Geschäftsmodelle auf den Markt zu bringen, zu vermarkten und weitere Geschäftsfelder zu eröffnen.
Web: www.smartbusinesscenter.at


Gast & Wirtschaft

The Hive
Gaumenglück GmbH

Reininghausstraße 13, 8020 Graz
Beschreibung: Die Cafeteria des Smart Business Center unter dem Namen "The Hive" wird von der "Gaumenglück Restrauntbetriebs- und Catering GmbH" betrieben. Das Interieur ist einladend und das engagierte Team serviert in der Reininghausstraße rund 200 Mittagessen pro Tag. Kein Wunder, dass sich die Mitarbeiterkantine schnell zum neuen Treffpunkt der rund 400 Mitarbeiter etabliert hat.
Das Essen: Ein Frühstück, bei dem alles da ist, was das Herz begehrt. Frisches Gebäck, Schinken, Käse, Müsli, frische Früchte und Mehlspeisen wurden von Gerald Felber kredenzt. Traditionell wurde das Frühstück mit Kaffee und Tee abgerundet.
Die WOCHE meint: Einladende Atmosphäre, hervorragende Qualität und eine große Auswahl beim Frühstück machen "The Hive" zur idealen Station für einen gelungenen Start in den Tag, wo man auch gerne frühe Termine an Montagen wahrnimmt.

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