Murau
Schwierige Aufräumarbeiten, noch eine Straße gesperrt

Das Bundesheer arbeitet im unwegsamen Gelände.
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  • Das Bundesheer arbeitet im unwegsamen Gelände.
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Bundesheer muss auf Handarbeit setzen, Murtalbahn wird erst in mehreren Wochen wieder nach Tamsweg fahren. Letzte gesperrte Straße soll diese Woche befahrbar sein.

MURAU. "Es sind alle Kräfte voll im Einsatz", berichtet Katastrophenschutzreferent Friedrich Sperl von den Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet im Bezirk Murau. Das Bundesheer ist seit vergangener Woche in Stadl-Predlitz und in St. Georgen am Kreischberg stationiert. Am Montag kam Verstärkung vom Militärkommando Steiermark. Damit sind jetzt 80 Soldaten mit den schwierigen Arbeiten beschäftigt.

Große Gefahr

Die Pioniere lösen derzeit mit Kettensägen Verklausungen im Olachbachgraben. Auf schweres Gerät müssen sie im unwegsamen Gelände größtenteils verzichten: "Hier müssen wir auf Handarbeit ausweichen. Aber unsere Pioniere sind erfahrene Profis im Umgang mit der Kettensäge", sagt Einsatzleiter Vizeleutnant Manfred Buchegger. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Soldaten nur angeseilt arbeiten - höchste Vorsicht ist geboten, da das Gelände extrem steil und rutschig ist.

Große Schäden

Nach einer ersten Untersuchung beziffert das Land Steiermark die Schäden an Infrastruktur und Straßen mit rund 4 Millionen Euro. Dazu kommen freilich noch viele private Schäden. Die gute Nachricht: Bis auf die L 511 - Flattnitzer Straße sind alle Verkehrswege mittlerweile wieder freigegeben. Und auch diese Verbindung soll laut Sperl noch diese Woche für eine Mindestbefahrbarkeit zur Verfügung stehen. "Es hat einen Teil der Straße komplett weggerissen, deshalb dauert es länger."

Straßen wurden teilweise weggerissen.
  • Straßen wurden teilweise weggerissen.
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Große Kosten

Die Murtalbahn kann inzwischen wieder von Murau bis Unzmarkt fahren. "Der Zugverkehr nach Tamsweg wird jedoch voraussichtlich erst in mehreren Wochen wieder möglich sein", heißt es beim Land. Die Strecke wurde an zwölf Stellen durch Muren und Überflutungen beschädigt, zwei Fahrzeuge sind entgleist. Allein die Berge- und Reparaturkosten liegen zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Dazu kommen Kosten für den Schienenersatzverkehr, der vergangene Woche eingerichtet wurde. Aktuelle Infos zur Murtalbahn gibt es hier

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