Tourismus
Schilcherland Steiermark will Destination fürs ganze Jahr und die ganze Region werden

Schilcherland Steiermark, Wirtschaftskammer Deutschlandsberg und Ehrengäste waren sich einig: Tourismus muss gemeinsam gestaltet werden.
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BAD GAMS. Wohin geht die Reise für unseren Tourismus? Die Frage nach dem „Wer?“ wurde am Montag vom Tourismusverband Schilcherland Steiermark klar beantwortet: gemeinsam. Der Verband aus den Gemeinden Deutschlandsberg, Frauental, St. Stefan und Stainz fusionierte erst vor einem Jahr. Zum ersten Geburtstag lud man zusammen mit der WKO Deutschlandsberg zum Sommerfest ins Gamsbad. Gut 100 Unternehmer waren dabei, immerhin gaben Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Mathias Schattleitner vom TV Schladming-Dachstein ihre Einblicke.

Lernen von den Besten

Gemeinsam wird in Schladming seit 13 Jahren gearbeitet: Sieben Verbände und fünf Seilbahnen bilden eine GmbH mit einem Budget von zwei Mio. Euro (etwa viermal so viel wie Schilcherland Steiermark). „Über 50 Prozent davon gehen ins Marketing“, machte Schattleitner klar, dass es nur mehr mit Kooperationen gehe. Zum Vergleich: Der TV Ötztal hat ein Gesamtbudget von 21 Mio. Euro. In Tirol gibt es auch nur 50 Tourismusverbände, in der Steiermark über 140. „Und der Gast kennt in der Regel den Ort nicht, aber die Region.“

Verband hofft auf weitere Gemeinden

Dafür bekam Deutschlandsbergs Bgm. Josef Wallner auch den größten Applaus des Abends: „Der Gast denkt im 150-Kilometer-Radius, da dürfen wir nicht im 15-Kilometer-Radius denken“, befürwortete er Fusionen. Diese werden vom Land Steiermark unterstützt. „Durch Erfolg schließen sich vielleicht auch andere an“, meinte Eibinger-Miedl. Bürgermeister und Wirtschaftskammer sind sich sicher, dass andere Gemeinden dazukommen werden. „Wir haben keine große Region, aber seit vielen Jahren zusammenarbeitende Bürgermeister“, nannte WKO-Obmann Manfred Kainz als Stärke. Die Wirtschaftskammer setzte sich für die Fusion ein, werde sich nun aber etwas zurückziehen, so Kainz. Christoph Kovacic, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft und Unternehmer in Eibiswald, zeigte sich gar enttäuscht, dass Eibiswald nicht dabei ist. Er wolle aber mit der Politik vor Ort sprechen.

Bilanz nach dem ersten Jahr

Der TV Schilcherland Steiermark zog jedenfalls eine erste positive Bilanz: Im ersten Halbjahr 2019 sind die Nächtigungen um 7,6 Prozent gestiegen. „Viele kommen mit Öffis“, sagt Geschäftsführerin Stefanie Schmid. „Der ausländische Anteil der Gäste, vor allem aus Deutschland, ist steigend.“ Das klassische Marketing und Arbeit im Büro wird immer weniger. Es geht um Imagepflege nach außen und Wissenstransfer an die Betriebe – Stichwort Digitalisierung: Der TV Schilcherland Steiermark unterstützt Mitgliedsbetriebe vor Ort bei der Befüllung von Online-Buchungsplattformen. Mit einer neuen Marketing- und Kommunikationsstrategie sollen internationale Märkte gezielt angesprochen werden. Man will als sich als Raddestination und Genussurlaub positionieren. „Die größte Herausforderung ist aber, eine Ganzjahresdestination zu werden“, meint Obmann Ewald Zarfl. Rad- und Wanderwege findet man bereits in einer App. Auf Social Media fährt man demnächst eine gemeinsame Linie fürs ganze Schilcherland, auch Blogs von Gästen in der Region könnte es in Zukunft geben. „Es gibt ganz viele Chancen, die wir nutzen werden“, verspricht Schmid.


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