Ausgedampft: Alle Grazer Spielplätze ab heute rauchfrei

Endlich rauchfrei: Stadtrat Kurt Hohensinner und Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky freuen sich gemeinsam mit den Kindern.
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  • Endlich rauchfrei: Stadtrat Kurt Hohensinner und Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky freuen sich gemeinsam mit den Kindern.
  • Foto: Stadt Graz/Fischer
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Eine Forderung, die schon lange diskutiert wird, wird heute umgesetzt: Alle Kinderspielplätze in Graz sind ab sofort rauchfrei.

"Seit Jahren wurde darüber diskutiert, vor allem zwischen den Juristen. Gleichzeitig haben sich unzählige Eltern und Kinder, sowie auch das Kinderbüro an mich gewandt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass die Grazer Kinderspielplätze nun rauchfrei werden", sagt Kinder- und Jugendstadtrat Kurt Hohensinner und betont: „Seit ich Jugend- und Familienstadtrat sein darf, ist mir diese Thematik besonders wichtig.“

Ordnungswache kontrolliert

Mit gestrigem Tag wurde das Rauchverbot im Amtsblatt der Stadt Graz kundgemacht und tritt somit heute in Kraft. Das Verbot gilt demnach für alle öffentlich zugänglichen Kinderspielplätze und -flächen, die im Eigentum der Stadt Graz stehen oder von dieser verwaltet werden.
Wird die Einhaltung des Rauchverbots auch kontrolliert? "Ja", erklärt Hohensinner und erläutert: "Die Ordnungswache wird die Kontrollen durchführen und beim ersten Vergehen werden Organstrafen von 30 Euro verhängt. Bei wiederholten Verstößen droht ein Verfahren und Geldstrafen bis zu 1.000 Euro sind möglich."
Das Rauchverbot wurde in der Gemeinderatssitzung vom 9. Juli einstimmig beschlossen.

Keine Zigaretten mehr: Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl, Präsidialabteilungsleiterin Verena Ennemoser und Kinder- und Jugendstadtrat Kurt Hohensinner (v. l.) verkünden stolz das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen.
  • Keine Zigaretten mehr: Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl, Präsidialabteilungsleiterin Verena Ennemoser und Kinder- und Jugendstadtrat Kurt Hohensinner (v. l.) verkünden stolz das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen.
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Kinderparlament als treibende Kraft

Damit die Grazer auch darüber informiert werden, sollen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt werden. Zudem werden die Aschenbecher auf den Spielplätzen demontiert. In Kooperation von Stadt Graz und Kinderbüro wurden außerdem Informationskarten gedruckt. "Diese werden ab sofort auf den Grazer Spielplätzen verteilt, um die Familien auf das neue Rauchverbot aufmerksam zu machen", so Hohensinner.
Er bezeichnet das Kinderbüro als treibende Kraft bei der Umsetzung dieser Forderung. Unter anderem wurde im vergangenen Jahr dazu eine Zigarettenstummel-Zählaktion im Stadtpark-Spielplatz durchgeführt, in der die Kinder nach nur kurzer Zeit 1.001 Zigarettenstummeln aufgesammelt hatten. „Es geht hier nicht nur um das Rauchen an sich, sondern vor allem auch um die Zigarettenreste“, erklärt Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky. „Kinder ahmen die Großen nach und stecken sich die Kippen in den Mund. In diesen stecken dann bis zu 250 unterschiedliche Giftstoffe.“ Tabakvergiftungen zählen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter.
Außerdem: Bis ein weggeworfener Zigarettenstummel zersetzt ist, vergehen in der Regel 10 bis 15 Jahre.

Endlich rauchfrei: Stadtrat Kurt Hohensinner und Kinderparlament-Projektleiterin Heidi Richter-Jursitzky freuen sich gemeinsam mit den Kindern.
Keine Zigaretten mehr: Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl, Präsidialabteilungsleiterin Verena Ennemoser und Kinder- und Jugendstadtrat Kurt Hohensinner (v. l.) verkünden stolz das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen.

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