ÖAMTC meldet
Jeder vierte Verkehrstote saß auf einem Motorrad
- 2025 verloren bereits 77 Menschen bei Motorradunfällen ihr Leben.
- Foto: Panthermedia (Symbolfoto)
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Motorradfahren bleibt auf Österreichs Straßen weiter gefährlich: Zwar ist die absolute Zahl der Verunglückten seit 2000 rückläufig, dennoch waren heuer 25 Prozent der Verkehrstoten im Land mit dem Motorrad unterwegs. 2025 verloren bereits 77 Menschen bei Motorradunfällen ihr Leben.
ÖSTERREICH. Die Motorradsaison 2025 forderte in Österreich erneut zahlreiche Todesopfer: Bis einschließlich 10. November kamen laut ÖAMTC bereits 77 Motorradfahrerinnen, -fahrer und Mitfahrende bei Verkehrsunfällen ums Leben. Damit bleibt die Zahl der tödlichen Motorradunfälle nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (82 Tote). Besonders auffällig: Ein Viertel aller Verkehrstoten in Österreich ist mittlerweile mit dem Motorrad unterwegs.
Das Durchschnittsalter der Verunglückten beträgt 46 Jahre, neun von zehn Opfern sind Männer. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Niederösterreich (20), gefolgt von Steiermark (15), Kärnten (13), Tirol (10) und Oberösterreich (9). In Salzburg kamen vier Menschen ums Leben, in Vorarlberg und Wien jeweils drei. Im Burgenland gab es heuer keine tödlichen Motorradunfälle.
Alleinunfälle als Hauptgefahren
Die Unfallanalyse des ÖAMTC zeigt einen klaren Trend: Kreuzungsunfälle haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten um rund ein Fünftel abgenommen, während Alleinunfälle sowie Zusammenstöße im Begegnungsverkehr stark zugenommen haben – beide um mehr als 50 Prozent.
Insgesamt wurden 88 Prozent der tödlichen Motorradunfälle von den Lenkenden selbst verursacht. Besonders häufig sind Alleinunfälle (40 Prozent) und Unfälle im Begegnungsverkehr (27 Prozent). Als Hauptursachen nennt ÖAMTC-Experte Robert Kolerovic eine Fehleinschätzung des eigenen Fahrkönnens, überhöhte Geschwindigkeit und mangelnde Fahrpraxis. Gefährdet seien vor allem Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger sowie Biker mit fehlender Routine.
- Gefährdet seien vor allem Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger sowie Biker mit fehlender Routine.
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Anteil der Motorradopfer steigt
Zwar ist die absolute Zahl der getöteten Motorradfahrenden seit dem Jahr 2000 – damals starben 112 Menschen – leicht rückläufig. Doch ihr Anteil an allen Verkehrstoten ist deutlich gestiegen: von sieben Prozent (1995) auf heute rund 25 Prozent. Während bei anderen Verkehrsmitteln ein klarer Rückgang zu verzeichnen ist, stagniert die Entwicklung bei Motorrädern.
Technische Fortschritte tragen nur begrenzt zur Sicherheit bei – im Gegensatz zu Pkw verfügen Motorräder über keine schützende Karosserie. Umso wichtiger seien laut ÖAMTC Aufklärungsarbeit, Fahrsicherheitstrainings, verstärkte Verkehrsüberwachung sowie eine fehlerverzeihende Straßeninfrastruktur.
Der Club empfiehlt regelmäßige Fahrtechniktrainings, um Notmanöver sicher zu beherrschen und die eigene Reaktionsfähigkeit zu verbessern. "Nur wer sein Motorrad und die eigenen Grenzen kennt, kann gefährliche Situationen richtig einschätzen", erklärt Kolerovic.
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