Gemeinderatswahl 2020 in Graz-Umgebung
So hat der Bezirk Graz-Umgebung gewählt

Alle Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2020 aus dem Bezirk Graz-Umgebung
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Eine der spannendsten Wahlen in Graz-Umgebung ist geschlagen. 128.680 Menschen waren heute zur Gemeinderatswahl aufgerufen, die teils erstaunliche Ergebnisse gebracht hat. Die Wahlbeteiligung war, trotz 28.727 ausgestellter Wahlkarten im Bezirk, gering. Die Corona-Bestimmungen wurden weitgehend eingehalten.

Die Gemeinderatswahlen im Bezirk Graz-Umgebung sind also Geschichte. Die coronabedingte Verschiebung in den Sommer brachte eine schwache Wahlbeteiligung und so manche Überraschung mit sich. Insgesamt waren in GU 128.680 Bürger zur Wahl aufgerufen. Der Bezirk gilt bei den Bürgermeistern als türkis-dominiert. In der abgelaufenen Periode wurden 25 der 36 Ortschef-Sessel von der steirischen Volkspartei besetzt.

Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl hat ihre Stimme in der VS Eisbach-Rein abgegeben.
  • Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl hat ihre Stimme in der VS Eisbach-Rein abgegeben.
  • Foto: podesser.net
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Mehr Mandate gleich in drei GU-Gemeinden

Vor der Verschiebung der Wahl haben am vorgezogenen Wahltag am 13. März bereits 4.236 Personen ihre Stimme, die natürlich in das Wahlergebnis einfließt, abgegeben. Graz-Umgebung liegt damit steiermarkweit vorne. Besonders im Bezirk ist auch die Tatsache, dass es nach der heutigen Wahl gleich in drei Kommunen mehr Mandate zu besetzen gibt. Durch das starke Bevölkerungswachstum sind es in Hart bei Graz und Lieboch nun 25 Mandate und in Hausmannstätten 21.

Feldkirchens FPÖ-Vizebürgermeister LAbg. Stefan Hermann gab seine Stimme mit Familie im örtlichen Kindergarten ab.
  • Feldkirchens FPÖ-Vizebürgermeister LAbg. Stefan Hermann gab seine Stimme mit Familie im örtlichen Kindergarten ab.
  • Foto: Facebook/FPÖ
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Das Ergebnis für Bezirk und Gemeinden

Ein klares Ergebnis zeigt sich in der Marktgemeinde Dobl-Zwaring. Dort liegt die ÖVP um Bürgermeisterin Waltraud Walch mit 65,69 Prozent klar vorne, musste aber ein Mandat im Vergleich zu 2015 abgeben. Neu im Dobl-Zwaringer sind die Grünen mit zwei Mandaten. 
In Kainbach bei Graz konnte die ÖVP um Ortschef Matthias Hitl sogar zulegen und liegt nun mit 56,18 Prozent und zehn Mandaten klar vorne. Auch die Grünen konnten dort zulegen und halten nun ebenso wie in Dobl-Zwaring bei zwei Mandaten. Neos und Bürgerliste schafften den Einzug in den Kainbacher Gemeinderat nicht.
Keine große Überraschung gibt es auch in der Gemeinde Werndorf. Die SPÖ um Bürgermeister Willibald Rohrer liegt dort mit 55,98 Prozent und neun Mandaten weiter klar voran. Ein Mandat wanderte von der FPÖ zur ÖVP.

Sensation in Fernitz-Mellach

In der Blumengemeinde Fernitz-Mellach zeichnet sich eine Sensation ab. Nach unseren Informationen liegt die Bürgerliste "Natürlich Wir" mit zehn Mandaten vor der ÖVP um Bürgermeister Karl Ziegler, die bei neun Mandaten hält. "Unfassbar, wir können es kaum glauben. Die Wahlparty ist schon im Gange. Die Leute ziehen von Mellach nach Fernitz zum Feiern. Aus dem Stand raus zehn Mandate zu erreichen ist eigentlich unglaublich. Danke an alle Wähler", sagt Manuela Tulnik, die vor der Wahl von der ÖVP zur Bürgerliste gewechselt ist. SPÖ und FPÖ kommen in Fernitz-Mellach jeweils auf ein Mandat und sind damit entscheidender Faktor, wenn es um die Wahl des Bürgermeisters geht. Ortschef Karl Ziegler war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar.

Die Bürgerliste "Natürlich Wir" feierte den Wahlsieg mitten in Fernitz-Mellach.
  • Die Bürgerliste "Natürlich Wir" feierte den Wahlsieg mitten in Fernitz-Mellach.
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Erdrutschsieg in Wundschuh

Einen wahren Erdrutschsieg gab es für die neue Bürgermeisterin von Wundschuh, Barbara Walch (ÖVP). Sie hat mit 79,76 Prozent eine klare Mehrheit im Gemeinderat errungen. 2015 lagen die Türkisen damals noch bei 66,90 Prozent.

Ministerin und Schwester Christine Aschbacher sowie die Familie von Wundschuhs ÖVP-Bürgermeisterin Barbara Walch gratulierten.
  • Ministerin und Schwester Christine Aschbacher sowie die Familie von Wundschuhs ÖVP-Bürgermeisterin Barbara Walch gratulierten.
  • Foto: Facebook/ÖVP
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ÖVP dreht Ergebnis in Lieboch

Als großen Sieg kann die ÖVP um Bürgermeister Stefan Helmreich das heutige Wahlergebnis in Lieboch sehen. Lag man dort 2015 mit 28,12 Prozent noch klar hinter der SPÖ, steht man heute mit 59,08 Prozent und 16 Mandaten ganz klar an der Spitze der stark wachsenden Gemeinde. Die SPÖ liegt mit 17,68 Prozent und fünf Mandaten ganz klar dahinter. Stark auch die Grünen Lieboch mit 12,89 Prozent und drei Mandaten. Die FPÖ verliert die Wahl und hält ab sofort bei einem Mandat, 2015 waren es noch vier. Ortschef Stefan Helmreich zum erstaunlichen Ergebnis: "Das hätte ich nie gedacht, aber ich weiß warum wir so erfolgreich waren, weil wir das Miteinander in den Vordergrund gestellt haben. Möchte mich dafür auch bei allen Parteien bedanken. Ich hoff, dass es so gut weitergeht wie bisher. Die Menschen wollen, dass wir gemeinsam weiterarbeiten."

Haselsdorf-Tobelbad: 80,94 Prozent für die SPÖ

In der kleinen Gemeinde Haselsdorf-Tobelbad konnte SPÖ-Bürgermeister Hubert Holzapfel einen Erdrutschsieg einfahren. Unglaubliche 80,94 Prozent gehen auf das Konto der SPÖ. Sie hält jetzt bei 13 Mandaten im Gemeinderat, die ÖVP hält bei zwei. Die Blauen fliegen in Tobelbad aus dem Gemeinderat. "Der Umgang mit den Bürgern hat sich gelohnt. Wenn man für die Bürger da ist, macht sich das bezahlt", so Holzapfel.
In Kalsdorf bei Graz konnte die SPÖ um Bürgermeister Manfred Komericky zulegen. Sie liegt jetzt bei 52,94 Prozent und 14 Mandaten. Auch die ÖVP um den jungen Spitzenkandidaten Michael Konrad legte zu und holt 33,97 Prozent und neun Mandate. FPÖ und Grüne holen in Kalsdorf jeweils ein Mandat.
Auch in Laßnitzhöhe bleibt die Bürgermeisterpartei ÖVP um Ortschef Bernhard Liebmann mit 57,25 Prozent klar vorne. Die Mandatszahl konnte mit neun Mandaten gehalten werden. Zugelegt hat dort die SPÖ, die 2015 noch ein Mandat erringen konnte, liegt jetzt bei vier Mandaten. Die FPÖ fliegt aus dem Gemeinderat von Laßnitzhöhe, die Grünen erreichten zwei Mandate (2015 lag die Öko-Partei noch bei drei).

ÖVP-Sieg in Feldkirchen bei Graz

In Feldkirchen bei Graz setzte sich die Partei von Bürgermeister Erich Gosch (ÖVP) durch. Spannend war es dort deshalb, weil 2015 noch ein relatives knappes Ergebnis mit der SPÖ und der FPÖ gab. Heute liegt die ÖVP mit 51,32 Prozent klar in Front. Die SPÖ konnte nur 14,67 Prozent erzielen, die FPÖ liegt bei 25,40 Prozent und hält damit ungefähr das Ergebnis von 2015. Die Grünen holen 8,61 Prozent und zwei Mandate. ÖVP-Ortschef Erich Gosch zum Ergebnis: "Für mich schon etwas, dass mich sehr stolz, demütig und dankbar macht. Es ist einfach ein Zeichen, dass wir gut gearbeitet haben. Wir haben ein großartiges Team und ich habe zu meinem Team gesagt, wenn wir das schaffen, wird auch gefeiert." Zum Feiern geht's heute in Herbert's Stubn.
FPÖ-Vizebürgermeister Stefan Hermann, der genau heute einen halbrunden Geburtstag feiert, zum Ergebnis: "Es war eine Wahl, die unter besonderen Vorzeichen gestanden ist. Es ist uns auch unter diesen schwierigen Bedingungen gelungen, den Vizebürgermeister und das Ergebnis zu halten. Danke an alle Wähler sowie an die Wahlhelfer und Gratulation an den politischen Mitbewerb." Auch dort wird gefeiert, nämlich in der Pizzeria Maria und in der FPÖ-Geschäftsstelle.

FPÖ verliert in Gössendorf massiv

Klar is das Ergebnis auch in Gössendorf. SPÖ-Bürgermeister Gerald Wonner fuhr mit 64,57 Prozent einen klaren Sieg ein. 2015 lagen die Roten noch bei 47,16 Prozent. Damals trat FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek für die Blauen an, die heute stark verlieren und bei 13,16 Prozent (2015: 29,01 Prozent) liegen. Die ÖVP konnte das Ergebnis mit 14,57 Prozent halten. Die Grünen holen wie 2015 ein Mandat.
In Nestelbach bei Graz konnte die ÖVP um Bürgermeister Klaus Steinberger klar zulegen. 57,93 Prozent bedeuten neun Mandate, die SPÖ verlor stark und liegt bei 16,76 Prozent. Auch die FPÖ verlor ein Mandat und hält jetzt bei einem Mandat und nur noch 6,47 Prozent. Ein Mandat dazu gewonnen hat die Bürgerliste NUSS. Die Neos sind heuer nicht mehr zur Wahl angetreten.

Jüngster Bürgermeister holt die Mehrheit in Frohnleiten

In Frohnleiten war die ÖVP 2015 nicht die stimmenstärkste Partei, hier hatte die SPÖ mit 38,81 Prozent die Nase vorne, votierte aber für den ÖVP-Kandidaten Johannes Wagner, der zuvor Vize war. Jetzt hat die ÖVP ordentlich zugelegt - sie holt sich ein Plus von 26,79 Prozent auf insgesamt 61,01 Prozent. Damit wurden auch acht Mandate dazugewonnen. Die SPÖ verliert 593 Stimmen und zwei Mandate, die FPÖ ein Mandat. Eine herbe Niederlage muss die Bürgerliste „Wir Frohnleitner“ hinnehmen: 725 von 833 Stimmen sind verloren und von einstigen fünf Mandate bleiben null übrig.

Sensationeller Sieg in Frohnleiten: Bürgermeister Johannes Wagner
  • Sensationeller Sieg in Frohnleiten: Bürgermeister Johannes Wagner
  • Foto: Johannes Wagner/FB
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Neos in Hausmannstätten im Gemeinderat

Hausmannstätten liegt weiter klar in ÖVP-Hand. Paradox ist die Situation dort, weil die Türkisen 1,58 Prozent verloren haben, aufgrund der Mandatsaufstockung mit 14 Mandaten nun aber mehr Mandate haben, als noch 2015. Die Grünen holen drei Mandaten, die SPÖ zwei und die FPÖ ein Mandat. Neos ziehen mit Hermann Fuchs erstmals in den Gemeinderat ein. Spitzenkandidat Fuchs zum Ergebnis: "Wir sind zufrieden, dass sich die Arbeit ausgezahlt hat. Wir haben über die letzten Wochen versucht inhaltsvollen Wahlkampf zu führen. Wir wollten zeigen, dass es sich auszahlt eine andere Kraft im Gemeinderat zu haben."
In St. Marein bei Graz setzt sich die ÖVP um Ortschef Franz Knauhs ganz klar durch. 69,12 Prozent und 16 Mandate entfallen auf die Türkisen. SPÖ und FPÖ kommen jeweils nur auf ein Mandat. Die Grünen holen drei Mandate.
In der Marktgemeinde Vasoldsberg hat die ÖVP für klare Verhältnisse gesorgt. Sie kommt unter Bürgermeister Johann Wolf-Maier auf 53,67 Prozent und 13 Mandate. Die SPÖ holt zwei Mandate, die FPÖ drei, die Grünen holen ebenso zwei Mandate wie die Bürgerliste "Gemeinsam für Vasoldsberg". Wahlsieger Johann Wolf-Maier von der ÖVP zum Ergebnis: "Das ist ein ganz tolles Signal. Ich glaube unsere Arbeit wurde gewürdigt. Es erfüllt mich mit Stolz und es ist ein großer Auftrag. Das erfüllt uns mit großer Freude. Das Mitentscheiden der Bevölkerung bei unseren Projekten ist wichtig. Das hat diese Wahl auch gezeigt." Gefeiert wird im Gasthaus Riedisser.

Eggersdorf: Starke ÖVP, starke Grüne

In Eggersdorf bei Graz konnte sich die ÖVP unter Bürgermeister Reinhard Pichler mit 55,91 Prozent klar durchsetzen. Man hält jetzt bei 14 Mandaten. Sehr stark auch die Grünen, die von einem Mandat auf fünf zulegen konnten. Die SPÖ und die FPÖ holten jeweils drei Mandate.

Hitzendorf und Premstätten bleiben türkis

Hitzendorf legt mit dem neuen ÖVP-Bürgermeister Andreas Spari einen klaren Wahlsieg hin. 15 Mandate konnten die Türkisen dort einfahren, während die SPÖ um Robert Hafner bei fünf Mandaten hält, also im Vergleich zum letzten Wahlgang vier verliert. Die FPÖ bleibt bei zwei Mandaten, die Grünen erreichen drei. 
Auch in Premstätten setzt sich die ÖVP klar durch. Bürgermeister Anton Scherbinek (ÖVP) und sein Team konnten 58,35 Prozent und 16 Mandate für sich verbuchen. Die SPÖ holte in der florierenden Gemeinde 22,54 Prozent und sechs Mandate. Ebenfalls im neuen Gemeinderat sind FPÖ (ein Mandat) und die Grünen (zwei Mandate). Zählt man die Stimmen der übergelaufenen Liste Baumhackl (jetzt ÖVP) und die ÖVP-Stimmen aus dem Jahr 2015 zusammen, ist es de facto ein Verlust für die ÖVP.

Zwei rote Gemeinden holen klaren Sieg

In Seiersberg-Pirka konnte sich die SPÖ um Bürgermeister Werner Baumann klar durchsetzen. 61,44 Prozent und satte 21 Mandate sprechen eine klare Sprache. Die ÖVP liegt in der bevölkerungsstärksten GU-Süd-Gemeinde mit vier Mandaten auf Platz zwei. Die FPÖ holt zwei Mandate, die Grünen drei und Neos ziehen mit einem Mandat erstmals in den Seiersberger Gemeinderat ein.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Raaba-Grambach. Dort holt SPÖ-Bürgermeister Karl Mayrhold mit 51,73 Prozent einen klaren Sieg und bleibt mit zwölf Mandaten beim gleichen Mandatsstand wie schon 2015. Die ÖVP kommt auf 30,04 Prozent und hält weiterhin bei sieben Mandaten. Die Grünen holen zwei Mandate.

Bürgerliste in Hart bei Graz klar voran

In der Gemeinde Hart bei Graz, in der es im Wahlkampf, vor allem zwischen SPÖ und Bürgerliste "Lebenswertes Hart bei Graz" zur Sache ging, muss die SPÖ eine Wahlniederlage hinnehmen. Die Bürgerliste um Ortschef Jakob Frey kommt auf 41,53 Prozent der Stimmen. Die SPÖ bleibt ungefähr gleich wie bei der Wahl 2015, bei 32,94 Prozent. SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Haas dazu: "Schlecht für die Gemeinde, aber man muss es akzeptieren. Ist kein Grund zum Feiern, wir haben das Wahlziel klar verfehlt." Neos, FPÖ und Grüne ziehen mit einem Mandat in den Gemeinderat ein, die ÖVP erreicht drei Mandate. Neos-Gemeinderat Jochen Kotschar bleibt bei seinem Wahlkampf-Statement: "Sie können davon ausgehen, dass wir weder den Herr Haas noch den Herr Frey als Bürgermeister unterstützen werden." Wahlsieger Jakob Frey zum Ergebnis: "Nach der Wahl sind die Karten neu gemischt. Wir werden den Auftrag ernst nehmen. Das Wichtigste ist es Ruhe und Frieden in den Gemeinderat zu bringen."

Im Norden nicht viel Neues

Die ÖVP Übelbach verkündete über Facebook bereits um kurz nach 14 Uhr erste Ergebnisse. Hier sank die Bereitschaft, zur Wahlurne zu gehen, auf unter 70 Prozent. Mit 62,31 Prozent hat die ÖVP aber noch zugelegt (Vergleich 2015: ÖVP 61,94%), muss jedoch ein Mandat an die SPÖ abgeben.
In Deutschfeistritz hat die ÖVP rund um Michael Viertler 54,80 Prozent erreicht und damit ein wenig zugenommen (Verlgeich 2015: ÖVP 51,14%)
In St. Bartholomä und Stiwoll hat sich wenig getan: Auch hier bleibt die ÖVP rund um Josef Birnstingl und Alfred Brettenthaler vorne. In St. Bartholomä erreicht die ÖVP 74,84 Prozent und gewinnt ein Mandat dazu; in Stiwoll gewinnt die ÖVP zwar rund acht Prozent mehr dazu, behält aber die gleiche Anzahl der Mandate.

Sensationssieg in Thal bei Graz

Ein sensationelles Ergebnis erzielt die ÖVP in Thal: Bürgermeister Matthias Brunner und sein Team erreichen 70,48 Prozent, 2015 waren es noch 49,76 Prozent. Die SPÖ hingegen verliert 249 Stimmen und muss drei Mandate abgeben.
In Kumberg ist die ÖVP rund um Franz Gruber von 60,50 auf 58,15 Prozent gerutscht, behält aber die Mandate. Die Grünen gewinnen ein Mandat dazu. Die Bürgerliste Kumberg steigt mit drei Mandaten neu ein.
Auch in Semriach legt die ÖVP zu: Bürgermeister Gottfried Rieger und das Team erreichen 67,56 Prozent und drei Mandate mehr. Die SPÖ muss ein Mandat abgeben, die FPÖ verliert 178 Stimmen und zwei Mandate.
In Weinitzen erreicht die ÖVP 57,52 Prozent und hat damit 307 Stimmen mehr als noch 2015 dazubekommen. SPÖ und FPÖ verlieren zwar Wählerstimmen, können ihre Mandate (jeweils ein Mandat) halten. Die Grünen Weinitzen sind zum ersten Mal dabei und erhalten ein Mandat, die Bürgerliste „Wir Für Weinitzen“ bekommt ebenso ein Mandat (damit insgesamt drei) dazu.
Peggaus Bürgermeister Hannes Tieber bedankte sich am Vortag über die sozialen Medien für die friedliche Zusammenarbeit der Parteien und bei seinen Wählern. Seine Arbeit wurde auch belohnt, denn die Heimatliste erreicht 63,72 Prozent, 39 Stimmen mehr als zuletzt. ÖVP und SPÖ bleiben mit zwei beziehungsweise drei Mandaten dabei, einen herben Verlust muss aber die FPÖ hinnehmen: Die Partei verliert 142 Stimmen, erreicht dieses Mal 3,74 Prozent (Vergleich 2015 15,35%) und hat nun keine Mandate mehr.

Klarer Sieger in St. Oswald

In St. Oswald haben sich nur SPÖ und ÖVP miteinander duelliert. Und die SPÖ bleibt nach wie vor klarer Sieger, hier wurden 65,17 Prozent erzielt. Bürgermeister Andreas Staude, der schon seit 1999 Ortschef ist, wird es freuen, dass die zwei Mandate, die der ÖVP nun fehlen, der SPÖ hinzugerechnet werden.
Auch Gratkorn bleibt eine SPÖ-Hochburg: Das Team rund um Bürgermeister Helmut Weber konnte im Vergleich zu 2015 162 Stimmen hinzugewinnen. Das bedeutet, dass die SPÖ mit 48,39 Prozent und sogar vier neuen Mandaten der klare Sieger ist. Während bei der ÖVP mit vier Mandaten alles beim Alten bleibt, verliert die FPÖ in der Marktgemeinde 14,60 Prozent und vier Mandate. Die Bürgerliste erhält beim ersten Versuch 5,56 Prozent.
Die ÖVP holt sich in St. Radegund insgesamt 61,2 Prozent, verliert damit nur wenige Stimmen in Vergleich zu 2015 mit 62,74 Prozent, muss aber auch ein Mandat abgeben. Dieses Mandat haben sich die Grünen geholt, die mit 19,98 Prozent 44 Stimmen dazu gewonnen haben.

Verlust in Stattegg

Obwohl das Team rund um Bürgermeister Karl Zimmermann in Stattegg mit 41,40 Prozent noch die meisten Stimmen zählt, verliert hier die ÖVP drei Mandate und die Absolute. Die Grünen hingegen gewinnen 3,01 Prozent. Sensationell ist in der Gemeinde aber vor allem das Ergebnis der Bürgerliste „BürgerListe Stattegg“, denn das Team tritt zum ersten Mal an und verzeichnet ad hoc 32,64 Prozent. Damit ist die Bürgerliste mit fünf Mandaten dabei.

Gratwein-Straßengel: Ergebnis in der größten GU-Gemeinde

Im Vorfeld besonders spannend erwartet waren und sind die Ergebnisse für Gratwein-Straßengel. Seit der Gemeindestrukturreform 2015, die eine Zusammenlegung der Gemeinden Gratwein, Judendorf-Strßaengel, Gschnaidt und Eisbach bedeutete, gehörten bei der einwohnerstärksten Gemeinde in Graz-Umgebung Unstimmigkeiten zwischen der Bürgermeisterpartei und der Opposition beinahe schon zum „guten Ton“ bei Gemeinderatsitzungen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Bürgermeister Harald Mulle und sein SPÖ-Team holen sich 45,2 Prozent (Vergleich 2015: 45,86 Prozent), verlieren aber ein Mandat. Die ÖVP holt sich 20,05 Prozent und gewinnt drei Mandate dazu, die FPÖ verliert vier Mandate, die Grünen und die Bürgerliste gewinnen jeweils eines dazu.

Gratwein-Straßengel: Harald Mulle und das SPÖ-Team holen sich 45,2 Prozent (Vergleich 2015: 45,86 Prozent).
  • Gratwein-Straßengel: Harald Mulle und das SPÖ-Team holen sich 45,2 Prozent (Vergleich 2015: 45,86 Prozent).
  • Foto: Silvia Lambauer
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Hier finden Sie alle aktuellen Wahlergebnisse aus den 36 Gemeinden im Bezirk Graz-Umgebung:

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Lesen Sie auch: Die Themenseite



Alle Infos zur Landtagswahl gibt es auf unserer Themenseite.

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