Gemeinderatswahl 2020 im Murtal
SPÖ hält ihre Mehrheiten in den roten Hochburgen

Die ÖVP Murtal bedankt sich bei den Wählern.
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  • Die ÖVP Murtal bedankt sich bei den Wählern.
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SPÖ feiert deutliche Siege in Knittelfeld, Zeltweg, Spielberg und Pöls-Oberkurzheim - die ÖVP punktet in kleineren Gemeinden.

MURTAL. Die größte Auswahl hatten die Wähler in Zeltweg - dort standen acht Listen am Wahlzettel. Neo-Bürgermeister Günter Reichhold hat mit einem Plus von 20 Prozentpunkten alle in den Schatten gestellt. "Es ist ein Wahnsinn - ich freue mich irrsinnig", sagt Reichhold, der sich in Anlehnung an seine Fußballer-Vergangenheit als Kapitän eines erstklassigen Teams sieht. Zulegen konnten sonst nur noch die Grünen unter Anton Hartleb, alle anderen Fraktionen mussten Verluste hinnehmen.

Judenburg

Denkbar knapp, aber doch hat die SPÖ auch in Judenburg ihre absolute Mehrheit an Mandaten gehalten, 47,3 Prozent der Stimmen reichen dafür. "Wir haben viel und gut gearbeitet und wollen auch künftig noch viel für Judenburg bewegen", sagt Bürgermeister Hannes Dolleschall. Die ÖVP unter Norbert Steinwidder hat sich auf 27,4 Prozent verdoppelt. Die FPÖ ist auf 9,2 Prozent abgestürzt und hat damit exakt gleich viele Stimmen gesammelt wie die Grünen. Die KPÖ ist mit einem Mandat im Gemeinderat vertreten.

Fohnsdorf

Die SPÖ hat in Fohnsdorf annähernd zu alter Stärke zurückgefunden. Die Roten holten unter Bürgermeister Gernot Lobnig 55 Prozent und haben damit sechs Prozentpunkte zugelegt. "Ich habe mir das insgeheim erwartet, die Erhaltung der absoluten Mehrheit war das Ziel", sagt Lobnig. Er sieht das als "gute Bestätigung" für die Arbeit der letzten fünf Jahre. Dazugewonnen haben auch die ÖVP unter Volkart Kienzl sowie die KPÖ. Einziger echter Verlierer in Fohnsdorf ist die FPÖ. Die Neos verpassen den Einzug.

Knittelfeld

Als "Vertrauensvorschuss" sieht Bürgermeister Harald Bergmann den Erdrutschsieg der SPÖ in Knittelfeld. Er hat das Amt erst vor einem halben Jahr vom populären Vorgänger Gerald Schmid übernommen. Die SPÖ hat somit vier Mandate mehr in der Eisenbahnerstadt. Dieses Plus geht zulasten der FPÖ, die auf 8 Prozent abgestürzt ist. Stark zugelegt hat die ÖVP unter Rene Jäger, die KPÖ unter Renate Pacher hat dagegen leicht verloren. Die Grünen haben mit dem Comeback von Manfred Skoff den Einzug in den Gemeinderat verpasst. Bergmann will jedenfalls die "bewährte Zusammenarbeit" mit allen Parteien weiterführen.

St. Marein-Feistritz

Über ein Plus von mehr als elf Prozentpunkten freut sich Bürgermeister Bruno Aschenbrenner (ÖVP) in St. Marein-Feistritz. Die SPÖ hat dort leicht verloren, die FPÖ wurde beinahe halbiert. "Ich habe mit einem Zugewinn gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß", gibt Aschenbrenner zu. Die ÖVP ist jetzt auch stimmenstärkste Partei - das war zuletzt noch die SPÖ. "Alles offen", ist für Aschenbrenner bezüglich künftiger Verhandlungen.

Obdach

Mit ganz leichten Verlusten behält die ÖVP in Obdach die absolute Mehrheit: "Das sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagt Bürgermeister Peter Bacher. Der Grund: "Jedes Prozent tut weh, wenn man ehrgeizig ist." Die SPÖ konnte mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Christian Reiter einige Prozentpunkte zulegen. Die FPÖ hat mit der 18-jährigen Spitzenkandidatin Manuela Moser den Einzug in den Gemeinderat nicht mehr geschafft.

Kobenz

 
So groß wie noch nie war die Auswahl in Kobenz - die Grünen und die KPÖ sind hier erstmals angetreten. Bürgermeisterin Eva Leitold (ÖVP) hat das nicht geschadet, sie konnte sogar zulegen. SPÖ und FPÖ haben dagegen verloren. Die Grünen dürfen sich mit 5,2 Prozent über ein starkes Ergebnis freuen, schaffen den Einzug in den Gemeinderat - wie auch FPÖ und KPÖ - dennoch nicht.

St. Peter ob Judenburg

Damit durfte man nicht unbedingt rechnen: Die ÖVP hat in St. Peter ob Judenburg mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Franz Sattler stark zugelegt. Das deutliche Plus geht zulasten der FPÖ, die nur noch auf 13 Prozent kommt. Die SPÖ stagniert bei 25 Prozent.

Spielberg

"Die nächsten fünf Jahre wieder voll reinhauen", will sich Bürgermeister Manfred Lenger in Spielberg. Seine SPÖ wurde mit einem Plus von zwei Prozentpunkten und einem zusätzlichen Mandat gestärkt. Auch die ÖVP unter Vizebürgermeister Bernd Liebminger darf sich über ein starkes Plus freuen. Die KPÖ schafft mit 8,3 Prozent ein starkes Ergebnis, die FPÖ muss Verluste hinnehmen.

Pölstal

Spannung ist bei der nächsten Gemeindratssitzung in Pölstal garantiert. Die ÖVP unter Bürgermeister Alois Mayer und die SPÖ unter Urgestein Hubert Simbürger sind dort beinahe gleichauf, die Volkspartei hat allerdings ein Mandat mehr. Die FPÖ und die Neos haben künftig jeweils einen Sitz im Gemeinderat. Für die Pinken ist das der einzige Erfolg im Bezirk.

Hohentauern

Denkbar knapp hat die SPÖ die absolute Mehrheit in Hohentauern gehalten. Die Fraktion von Bürgermeister Heinz Wilding holte sich fünf Mandate. Die große Überraschung ist die Liste von Tourismus-Legende Erich Moscher. Moscher holte auf Anhieb über 27 Prozent und hat jetzt zwei Mandate, gleich viele wie die ÖVP.

Weißkirchen

Ebenso erfolgreich war die Liste "Unsere Umwelt" in Weißkirchen mit 17,5 Prozent und vier Sitzen im Gemeinderat - einem mehr als die SPÖ schaffte. Die absolute Mehrheit bleibt bei der ÖVP. Bürgermeister Ewald Peer konnte sogar leicht zulegen und landete bei 60 Prozent.

Pöls-Oberkurzheim

Ebenfalls zugelegt hat in Pöls-Oberkurzheim Bürgermeister Gernot Esser mit seiner SPÖ. Leichte Verluste mussten sowohl die ÖVP als auch die FPÖ in der Gemeinde hinnehmen. Die Grünen haben dort mit ihrer jüngsten Spitzenkandidatin Anna Moser den Einzug nicht geschafft.

Lobmingtal

Nationalratsabgeordneter und Bezirksparteiobmann Wolfgang Zanger ist für die FPÖ in seiner Heimat Lobmingtal selbst in den Ring gestiegen. Das erklärte Ziel: Die absolute Mehrheit der ÖVP aufbrechen. Das ist nicht gelungen. Im Gegenteil: Die Volkspartei hat unter Bürgermeister Christian Wolf sogar auf fast 63 Prozent zugelegt. Die SPÖ konnte ebenfalls dazugewinnen, die FPÖ verlor dagegen sechs Prozentpunkte.

Weitere Hochburgen

Ein echtes ÖVP-Urgestein hat in St. Georgen ob Judenburg zu alter Stärke zurückgefunden: Hermann Hartleb hat dort 76 Prozent der Stimmen gesammelt. Amtskollege und Nachbar Eberhard Wallner (ÖVP) hat in Unzmarkt-Frauenburg 55 Prozent geholt und die Absolute verteidigt. In Seckau ist das Bürgermeister Martin Rath (ÖVP) mit 76 Prozent eindrucksvoll gelungen. Bei den Nachbar in der Gaal holte Friedrich Fledl (ÖVP) 66 Prozent. Neo-Bürgermeister Fritz Strahlhofer (ÖVP) sammelte im Blumendorf Pusterwald fast 60 Prozent der Stimmen. In St. Margarethen bei Knittelfeld konnte Erwin Hinterdorfer die absolute Mehrheit der SPÖ mit 57,8 Prozent sogar ausbauen.

Die Ergebnisse aus dem Bezirk Murau

Das Ergebnis zeigt den tatsächlichen Auszählungsstand inklusive Wahlkarten und ist KEINE Hochrechnung.

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