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Corona-Virus: Veranstaltungen bis April abgesagt, Bundesliga wird ausgesetzt, Unis ab Montag geschlossen

Veranstaltungen abgesagt, ab Montag kein Lehrbetrieb an den Unis, Schulen bleiben vorerst geöffnet: Die Regierung gibt die ersten Maßnahmen bekannt, um die Ausbreitung des Corona-Virus in Österreich einzudämmen.
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  • Veranstaltungen abgesagt, ab Montag kein Lehrbetrieb an den Unis, Schulen bleiben vorerst geöffnet: Die Regierung gibt die ersten Maßnahmen bekannt, um die Ausbreitung des Corona-Virus in Österreich einzudämmen.
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Großveranstaltungen werden abgesagt, der Lehrbetrieb wird auf den Unis ab Montag eingestellt und Unternehmen sind aufgefordert, ihren Mitarbeiter Teleworking zu ermöglichen: Die Bundesregierung präsentiert nun akute Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus  in Österreich einzudämmen. Aktuell sind 158  Personen im Land infiziert. Tendenz steigend.

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Informations-Hotline: 0800 555 621. Bei Verdacht wählen Sie die Hotline 1450.

  • Kein Lehrbetrieb auf Unis in ganz Österreich ab Montag
  • Veranstaltungen ab 500 Personen im Freien abgesagt
  • Indoor-Veranstaltungen ab 100 Personen abgesagt
  • Unternehmen aufgefordert, Teleworking zu ermöglichen
  • Einreiseverbot für Personen aus Italien
  • Kanzler fordert Bevölkerung auf: "Meiden Sie soziale Kontakte"


15.07 Uhr:
Die Bundesliga stellt für zwei Runden den Spielbetrieb ein. Die österreichische Bundesliga reagiert auf die heute von der Regierung beschlossenen Maßnahmen. In einer Mittelung lässt die Bundesliga wissen, dass die kommenden beiden Runden der ersten und zweiten Liga vorerst nicht stattfinden würden. Die Spiele der Tipico Bundesliga und der HPYBET 2. Liga werden vorerst ausgesetzt. Dies betrifft in einem ersten Schritt die 23. und 24. Runde der Tipico Bundesliga sowie die 20. und 21. Runde der HPYBET 2. Liga. Über die Nachtragstermine entscheidet die Österreichische Fußball-Bundesliga kommende Woche in einer Klubkonferenz.

15.02 Uhr: Niederösterreich. Maßnahmen gegen das Corona-Virus treffen auch das Pielachtal. Seit der Info über die Maßnahmen werden in Ober-Grafendorf bereits alle Veranstaltungen abgesagt. "Bis dritten April werden alle Events in Ober-Grafendorf abgesagt. Darunter fallen zum Beispiel Veranstaltungen vom Musikverein, vom Pensionistenverband, das Theater der Landjugend und Veranstaltungen vom Remigius Robert Rabiega in der Pielachtalhalle", informiert Bürgermeister Rainer Handlfinger. Hier geht's zum Artikel.

15.01 Uhr: Schule in Tirol geschlossen. In Innsbruck wird die Volksschule Innere Sadt morgen Mittwoch geschlossen. Die Volksschule Innere Stadt in der Angerzellgasse, Innsbruck, bleibt am Mittwoch, 11. März, geschlossen. Anlass sind zwei Verdachtsfälle in der Schule. Die Ergebnisse der Abstrichproben werden erst für Mittwoch erwartet. Hier geht's zum Artikel.

15.00 Uhr: Absage für "Masters of Dirt". Aufgrund des Corona-Virus und des Erlass der Bundesregierung muss die "Masters of Dirt"-Show von 13.-15. März 2020 verschoben werden. Die Aufbauarbeiten für die diesjährige Show der "Masters of Dirt - Freestyle Evolution 2020" mussten heute nach dem Erlass der Bundesregierung und des Gesundheitsministeriums abgebrochen werden. Bis zur letzten Sekunde hat man seitens der Veranstalter gehofft, die Show an diesem Wochenende durchzuführen. Hier geht's zum Artikel.

14.55 Uhr: Wie geht's weiter mit Fußball-Events? Bezüglich des Veranstaltungsverbotes berät die Bundesliga über die weitere Vorgangsweise. Auf der Homepage schreibt man: "Die heute verhängte Maßnahme, Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen zu untersagen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, hat Auswirkungen auf die Bewerbe der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Wir warten die genauen Inhalte des Erlasses ab und werden die behördlichen Vorgaben umsetzen. In Punkto Spielplan werden wir die vorbereiteten Szenarien besprechen und so rasch wie möglich eine Entscheidung treffen. "Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer über das Veranstaltungsverbot: „Natürlich sehen wir alle am liebsten stimmungsvolle Spiele mit vielen Zuschauern, erleben aber gerade eine Ausnahmesituation im ganzen Land. Wir vertrauen voll und ganz den zuständigen Experten und setzen die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung selbstverständlich um.“ Und weiter: „Wie andere Veranstalter sind diese Maßnahmen für uns und unsere Klubs mit massiven organisatorischen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Da geht es um fehlende Einnahmen aus Ticketing, Gastronomie, Merchandising und die gesamte Wertschöpfungskette wie Dienstleister und Sponsoren.“

14.50 Uhr: Freitagsgebet abgesagt. Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreichs (IGGÖ) gab bekannt, dass Gottesdienste ab Freitag in Moscheen ausfallen werden.

14.40 Uhr: Werden nun Messen in der Kirche auch abgesagt?  Nachdem Veranstaltungen im Inneren mit mehr als 100 Personen verboten werden, könnte dies auch Gottesdienste betreffen. Laut Aussendung der "Kathpress" wird diese Frage gerade in intensiver Absrpache mit den staatlichen Behörden geklärt. Man will noch heute eine österreichweite Vorgangsweise finden, sagt der Sprecher der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, gegenüber der Nachrichtenagentur "Kathpress".

14.30 Uhr: Wachstum fällt unter ein Prozent, viele Firmen in Kurzarbeit. Nun ist Helmstein ist am Wort. "Covid-19 hat Auswirkungen auf die wirtschaftliche Beziehung mit China: Viel schlimmer ist übrigens der Ausfall der Lieferungen nach China, statt den Lieferungen von China nach Österreich. Das Verhältnis ist 4:1." 569 Millionen Euro macht laut Helmstein der China-Effekt aus. 496 Millionen Euro Wertschöpfungsverlust sind es beim "Italien-Effekt", laut Helmstein.  Das BIP-Wachstum in Österreich werde deutlich geringer ausfallen als erwartet - man rechnet nur nur noch unter einem Prozent. Das ist ein Rückgang der Erwartungen um 0,5 Prozentpunkte.

14.20 Uhr: Bei einer Pressekonferenz der Industriellenvereinigung sprechen  IV-Generalsekretär Christoph Neumayer und -Chefökonom Christian Helmenstein zur Auswirkungen des Coronavirus. Neumayer begrüßt das Modell der Kurzarbeit. "Unternehmen müssen  kurz und rasch regaieren können, das heißt Kurzarbeit muss unbürokratisch durchgeführt werden, am besten auf Betriebsebene. Die Finanzierung der Kurzarbeit muss auch gedeckt werden, denn die 20 Mio. Euro, die beim AMS vorgesehen sind, reichen nicht." Und weiter: "Man sollte darüber nachdenken, Steuerstundungen vorzunehmen, um Unternehmen zu helfen, wirtschaftlich in der Krisenzeit zu überleben und die Beschäftigten zu halten. Uns ist auch sehr wichtig, dass der Güterverkehr mit Italien aufrecht bleibt. Und da sind wir dankbar, dass die Regierung sind deutlich dafür ausgesprochen hat." Er meint, dass digitales Arbeiten durch die Corona-Virus-Krise eine Aufwertung erlebt, es zu einem 'Boost' in der Digitalisierung kommen könnte. 

14.15 Uhr: Theater geschlossen. In Wien haben nun auch das Burgtheater und die Staatsoper auf die Maßnahmen der Bundesregierung reagiert. Bis 1. April bleiben die beiden Häuser geschlossen.

13.50 Uhr: SPÖ-Chefin begrüßt Maßnahmen: Die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner begrüßt die am Dienstag von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen. "Der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen, von chronisch kranken und älteren Menschen, muss unsere oberste Priorität haben", ließ Rendi-Wagner in einer Aussendung wissen. "Wir müssen dem Virus einen Schritt voraus sein, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Dafür sind österreichweite Vorgaben vonseiten der Bundesregierung dringend notwendig", sieht sie ihre Forderung nach einem nationalen Krisenplan bestätigt.

12.05 Uhr: Kurz auf Nachfrage, warum Schulen nicht geschlossen werden. "Noch werden wir sie nicht schließen, aber morgen werden wir dazu Gespräche führen." Kurz begründet dies: "Je weniger soziale Kontakte, desto besser sind die Spitäler geschützt. Es geht darum, die Ausbreitung zu verlangsamen. Die Hauptüberträgergruppe sind zwischen 14 und 30 Jahren, weil sie besonders viele soziale Kontakte haben. Es werde wahrscheinlich auch an Schulen Maßnahmen gesetzt werden."

12.00 Uhr: Fußballspiele auch betroffen. Nachgefragt, ob Fußballspiele auch betroffen seien, sagt Anschober: "So leid es mir, als Fußball-Fan, auch tut, Fußballspiele können zwar stattfinden, aber eben ohne Publikum." So findet das Europa-League-Spiel LASK gegen Manchester United ohne Zuschauer statt. Hier geht's zum Artikel.

11.55 Uhr: Schulen bleiben geöffnet. Laut Kurz bleiben die Schulen derzeit noch offen, aber das können sich rasch ändern. Man würde noch beraten. Kurz: "Nicht weil die  Kinder gefährdet sind, sondern weil sie sich selbst infizieren könnten und damit gefährdete Personen anstecken könnten". Kurz: "Ich bitte die Bevölkerung um Verständnis, die sozialen Kontakte zu minimieren und bitte die Maßnahmen, die für ein paar Wochen gelten werden, einzuhalten. Zum Schutz von uns allen."

11.50 Uhr: Polizei wird kontrollieren. Nehammer: "Die Grenze wird ab sofort kontrolliert." Es werde nun keine Züge und Flüge nach Italien es mehr geben.  Einreise aus Italien ist nur noch möglich mit einem ärztlichen Attest. Durchreisen sind erlaubt, wenn kein Stopp in Österreich erfolgt. Weiters können Veranstaltungen in Österreich nicht mehr stattfinden: "Die Polizei wird alles daran setzen, dass diese Maßnahme auch umgesetzt wird." Hier geht's zum Artikel.

11.45 Uhr: Ab Morgen Mittwoch: Alle Veranstaltungen werden bis Anfang April abgesagt. Rudolf Anschober: "Wir sind aktuell bei 158 Erkrankten, wir müssen die Ausbreitung unbedingt beschränken, um Zeit zu gewinnen." Und weiter: "Es ist jetzt notwenig, Maßnahmen zu setzten. Die werden in großem Ausmaß sein. „Wir haben uns heute Vormittag dazu entschlossen, dass wir bis Anfang April alle Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern absagen und alle Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern."  Indoor Events werden nur noch 100 Menschen zugelassen, für outdoor Events nur 500.Hier geht's zum Artikel.

11.31 Uhr: Kurz: "Es wird Einschränkungen bei Veranstaltungen geben und  es wird keine Veranstaltungen ab Montag auf Unis und Fachhochschulen in Österreich geben." Kurz weiter: "Ich weiß, das kann ich nur bitten, aber an alle Unternehmen geht meine Bitte: Wenn es geht, lasst eure Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten."

11.30 Uhr: Kurz über österreichweite Maßnahmen. "Die Zahlen sind niedrig, aber die Zuwachsraten sind enorm. Auch die Todeszahlen sind enorm, besonders in Italien." Die Sterblichkeit liegt um ein dreißigfaches höher als bei der Grippe, so Kurz. "Wir werden im Umgang mit Italien versuchen, die Einschleppung zu verhindern. Es gilt daher ein Einreiseverbot aus Italien. Österreicher werden heimgeholt und müssen sofort 14 Tage in Quarantäne."

11.25 Uhr: Bei einer Pressekonferenz nehmen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) Stellung zur Situation in Österreich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

11.18 Uhr: Niederösterreich. Laut niederösterreichischem Sanitätsstab wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt in Niederösterreich insgesamt 574 Personen aufgrund eines Verdachts auf das neuartige Coronavirus getestet. Davon waren 529 negativ, 39 positiv und 6 sind aktuell in Prüfung und daher noch offen. Damit hat sich die Zahl der positiven Testungen in Niederösterreich im Vergleich zu gestern von 36 auf 39 erhöht. Die drei weiteren positiven Fälle stammen aus dem Bezirk Korneuburg (1), dem Bezirk Tulln (1) und dem Bezirk Hollabrunn (1). Im Verdachtsfall ist die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren, hält die Landessanitätsdirektion fest.

11.15 Uhr: Kärnten. Die aktuelle Notlage der Nachbarregionen in Norditalien wirkt sich negativ auf die Kärntner Wirtschaft aus. Urlaubsgäste fehlen, viele Tourismusbetriebe und Busunternehmen klagen über massive Stornierungen, Reisebuchungen bleiben aus. Um den Unternehmen Unterstützung in dieser Zeit zu bieten, fordert Darmann ein Hilfspaket für das heimische Wirtschaftsgefüge. Hier geht's zum Artikel.

11.10 Uhr. Täglich 70 bis 100 Testungen. Laut Auskunft würden in Wien etwa 70 bis 100 Testungen durchgeführt, heute Morgen seien davon wieder zwei positiv gewesen. Schutzkleidung sei genügend verfügbar, aktuell würde man dennoch aufstocken. Auch wenn es derzeit Exportverbote gebe. Binder: "Wir haben ein bewachtes Pandemie-Lager."

11.10 Uhr: 8000 Studenten betroffen. Müller: "Auf der MedUni sind 8.000 Studenten betroffen, die meisten haben Zugang zum 'home-learning'."

11.05 Uhr: "Nicht auf Party gehen". Der Rektor der MedUni hat seinen Studenten auch empfohlen, keine Partys zu besuchen um soziale Kontakte zu minimieren, denn die meisten Ansteckungen gebe es durch diese. 

11.01 Uhr. Großeltern schützen. "Wir stehen erst am Beginn der Ansteckungskette", so Müller. Dass Schulen nicht geschlossen werden hat auch den Hintergrund, dass möglicherweise infizierte Kindern dann eher in Kontakt mit pflegenden Großeltern kommen würden, die während die Eltern arbeiten gehen auf die Kinder schauen würden. Denn das würde die Älteren in Gefahr bringen.

11.00 Uhr: Schließung von Schulen und Kindergärten. Hacker sagt dazu, dass der Bezug zu Italien ein wesentliches Element sei und dass die Verbindung Italien und Grippesymptome dazu führen sollte, dass man 1450 wählt. Aber die Schließung von Schulen und Kindergärten werden aktuell zwar diskutiert, ebenso wie das Absagen von Veranstaltungen, aber derzeit sei es noch nicht soweit.

10.55 Uhr:  Ambulanzbetrieb eingeschränkt? Auf die Frage, ob der Ambulanzbetrieb eingeschränkt wird, sagt Binder: "Das wird überlegt, aber das Krankenhaus ist auch dazu da, andere Erkrankungen zu behandeln. Weniger dringliche medizinische Interventionen können im Ernstfall verschoben werden."

10.52 Uhr: Acht neue Corona-Fälle im Wiener Donauspital. Ob Schwangere darunter sind ist noch nicht bestätigt.Einige Stationen, wie die Gynäkologie, wurden im Donauspital gesperrt. Michael Binder lobt den Entschluss der MedUni Wien, auf 'home-learning' umzustellen. Weiters wird berichtet, dass am Samstag eine Patientin im SMZ-Ost mit dem Coronavirus diagnostiziert wurde. Selbige infizierte dabei weitere Patienten und auch Mitarbeiter, wodurch acht Personen im Donauspital angesteckt wurden. Die Station wurde daher gesperrt. "Covid wird an Österreich nicht vorbeigehen, aber wir sind gut vorbereitet. Derzeit ist das Auftreten der Erkrankung noch kontrollierbar."

10.51 Uhr: Die meisten Infektionen seien durch den Kontakt zu Italien oder Iran zustande gekommen. Es folgt der Aufruf, bei Symptomen wie Husten und Fieber  nicht aus falschem Pflichtbewusstsein in die Arbeit zu gehen, sondern zuhause zu bleiben und auch keine Pflegehäuser zu besuchen. Eigenverantwortung sei jetzt gefragt.

10.50 Uhr: Sanitätsstab ist für die Umsetzung von Maßnahmen notwendig, so Hacker. Der Krisenstab für die Organisation. So sei die Aufteilung nach außen, so Hacker.

10.45 Uhr: Kein Einschränken von Großveranstaltungen. "Noch werden keine Veranstaltungen in Wien abgesagt", so Hacker. Die Entscheidung über Sportveranstaltungen können nicht lokal getroffen werden. Diese Entscheidung müsse der Bund  treffen. "Ich habe die Regierung gebeten eine österreichweite Lösung zu finden."

10.40 Uhr. Spitäler schützen, keine Großfamilienbesuche in Pflegeheimen. "Wir sehen die hohe Belastung der Spitäler in Italien", sagt Hacker in Bezug auf die Lage unseres Nachbarlandes. "Wir müssen unsere Spitäler schützen und uns vorbereiten, wenn es zu einer weiteren Ausbreitung in Wien und Österreich kommt." In Wien und Niederösterreich seien es schon 100 Infizierte. "Wir werden ab sofort in ganz Wien den Lehrbetrieb an den Spitälern reduzieren", so Hacker. Die Krankenpflege schule in Wien und in den Wiener Spitälern wird den Betrieb einstellen. Ebenso die MedUni Wien. "Das gelte auch für Pflegeeinrichtungen. Senioren sind besonders gefährdete Gruppen. Daher der Aufruf, Besuche von Externen zu reduzieren, um diese Personen zu schützen. Daher von Großfamilienbesuche Abstand nehmen", so Hacker.  

10.30 Uhr: Bei einer Pressekonferenz berichten Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, der Rektor der MedUni Wien, Markus Müller, und der medizinische Direktor des Krankenanstaltenverbundes, Michael Binder über die aktuelle Lage und Maßnahmen zum Corona-Virus in Wien. 

9.30 Uhr: Eröffnung ohne Publikum. Am Donnerstag sollte die geplante Publikumseröffnung der "Albertina modern" stattfinden. Eröffnet wird sie - nur ohne Publikum. hier geht's zum Artikel.

9.15 Uhr: AK Tirol sagt bis Ende April alle Veranstaltungen ab. Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus sieht sich die Arbeiterkammer Tirol veranlasst, alle ihre Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen für ihre Mitglieder ab Mittwoch, den. 11. März, bis Ende April auszusetzen bzw. zu verschieben. Hier geht's zum Artikel.

8.59 Uhr: MedUni Wien schließt Betrieb. Die MedUni Wien stellt für zwei Wochen den Studienbetrieb auf "home-learning" um. Das gibt die medizinische Fakultät via Homepage bekannt. Die Universität ist damit die erste Uni in Wien, die wegen des Corona-Virus Maßnahmen setzt. Die Studenten wurden via Mail informiert, dass die MedUni für zwei Wochen alle Vorlesungen, Prüfungen, Seminare und Praktika für alle Jahrgänge eingestellt habe. Weiters wird der Tag der Medizinischen Universität Wien am 12. März 2020 abgesagt. Hier geht's zum Artikel.

8.51 Uhr: Tirol. Täglich ließt man Schlagzeilen über den Virus Covid-19. Daher scheint es besonders begrüßenswert und pädagogisch wertvoll, dass sich auch die Schule mit dieser Thematik befasst ist, wie z.B. die Latein-Lehrerin Mag. Doris Körber am BORG Telfs, die ein Merkblatt zum „Coronavirus“ in ihrem Unterricht verwendet Hier geht's zum Artikel.

8.50 Uhr: Steiermark. Vorerst bis Ende März werden in Liezen alle gemeindeeigenen Veranstaltungen ausgesetzt. Der klaren Empfehlung und dem Bewertungsprinzip des österreichischen Gesundheitsministeriums folgend hat die Stadtgemeinde Liezen aktuell beschlossen, alle bis Ende März geplanten gemeindeeigenen Veranstaltungen auf Grund des Coronavirus an einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Bereits vergangene Woche hat die Stadtgemeinde die für heute und kommende Woche geplanten Jahrgangsfeiern verschoben. Hier geht's zum Artikel.

8.45 Uhr: Kärnten. Die erste Absage (bzw. Verschiebung) eines Events in der Landeshauptstadt Klagenfurt ist fix: Das für 15./16. Mai geplante Craftbeer-Festival in der Hafenstadt wurde auf September verschoben. Hier geht's zum Artikel.

8.30 Uhr: Die Österreichische Ärztekammer sagen alle Veranstaltungen ab. Die Maßnahme dient der Vorsorge und Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung. Ab sofort werden alle internen und externen Veranstaltungen mit mehr als 25 Ärztinnen und Ärzten bzw. Angehörigen anderer Gesundheitsberufe abzusagen. Davon betroffen sind alle Sitzungen, Fortbildungsveranstaltungen und Events. Die Maßnahme gilt bis 12. April 2020. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. „Letztendlich hat aber das Argument überwogen, dass Ärztinnen und Ärzte aufgrund ihrer Tätigkeit im Besonderen von einer Infektion gefährdet sind und dann auch Patientinnen und Patienten anstecken könnten“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

8.10 Uhr: Für Italien gilt volle Reisewarnung Sicherheitsstufe 6. Allen Reisenden wird dringend nahegelegt, nach Österreich zurückzukehren. Wie das österreichische Außenministerium bekannt gibt, gilt wegen des neuartigen Coronavirus eine volle Reisewarnung für Italien. Die Sicherheitsstufe wurde nun sogar auf die höchste Stufe 6 hinaufgesetzt. Reisenden wird weiterhin dringend nahegelegt, rasch nach Österreich zurückzukehren.

8.00 Uhr: Das Gesundheitsministerium gibt die aktuellen Zahlen, Stand 10.03.2020, 08:00 Uhr, bekannt:  Bisher durchgeführte Testungen: 5026. Bestätigte Fälle: 157. Nach Bundesländern: Niederösterreich (39), Wien (43), Steiermark (17), Tirol (27), Oberösterreich (13), Salzburg (10), Burgenland (4), Vorarlberg (3) und Kärnten (1). Den größten Sprung gab es in Wien mit zehn neuen Infizierten.

7.30 Uhr: Kann man wegen des Coronavirus noch in ein Konzert, in ein Theater, in ein Fußballstadion gehen? Die Behörden in Österreich sind noch recht zurückhaltend, Veranstaltungen zu verbieten. Nun wurde der Josefimarkt  am 19. März in Nötsch (Kärnten) abgesagt. Auch in Villach kam es zu Absagen und Verschiebungen von Veranstaltungen. Auf unbestimmte Zeit wurde das Konzert von Thomas Goschat im Kunstraum Villach verschoben. "Die Leiterin, Frau Olivia Clementschitsch, hat uns mitgeteilt sie wolle vorerst keine Veranstaltungen durchführen", erzählt Veranstalterin Monika Havekost. Clementschitsch selbst war für die WOCHE nicht erreichbar. Auch am LKH Villach kommt es bereits zu Absagen beziehungsweise Verschiebungen. Am 15. März hätte der Nierentag stattgefunden, dieser wurde – ebenso wie der Krebstag am Klinikum Klagenfurt – vorsorglich verschoben. "Es handelt sich dabei um Vorsichtsmaßnahmen", so Sprecherin Nathalie Trost zur WOCHE. Hier geht's zum Artikel.

7.05 Uhr: Die österreichweit gemeldeten 141 Fälle bedeuten laut Gesundheitsministerium eine relative Erkranktenrate von 1,57 Personen je 100.000 Einwohner. Mit Abstand deutlich über diesem Wert liegt Tirol (3,3), dahinter folgen Niederösterreich (2,14), Wien (1,83) und Salzburg (1,61). Unter dem Österreich-Schnitt liegen das Burgenland (1,36), die Steiermark (1,28), Vorarlberg (0,76), Oberösterreich (0,74) und Kärnten (0,18).

6.40 Uhr: In Oberösterreich ist die Zahl der Infektionen auf 13 gestiegen. Zwei Personen sind im Spital, der Rest in häuslicher Quarantäne. Neu hinzugekommen ist jeweils ein Patient aus Alberndorf im Bezirk Urfahr-Umgebung, aus dem Bezirk Perg und aus Wels. Details will das Land heute, Dienstag, bekanntgeben. Zwei Patienten mit Corona-Infektionen liegen derzeit in oberösterreichischen Krankenhäusern - einer im Kepler Universitätsklinikum in Linz und einer im LKH Steyr. Bei Letzterem handelt es sich um einen Lkw-Fahrer aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Der Mann hatte bereits dort mit einem Patienten Kontakt gehabt. Nach seiner Ankunft in Oberösterreich zeigte er entsprechende Symptome und wurde mit einem Infektionstransport ins Spital gebracht. Ein großer Teil der oberösterreichischen Fälle steht in Zusammenhang mit einer Busreise nach Südtirol.

6.20 Uhr: Die Universität Innsbruck  ist ab heute geschlossen. Die Lehrveranstaltungen finden auf digitale Weg statt. Hier geht's zum Artikel. In Tirol gab es zuletzt zwei weitere Coronavirus-Fälle. Eine 21-jährige spanische Studentin wurde in Innsbruck positiv getestet. Ebenfalls ein positives Ergebnis wies ein Mann auf, der an einer Erasmus-Studentenfeier in der Landeshauptstadt teilnahm. Beide Patienten wiesen – wie alle bisherigen Coronavirus-Fälle in Tirol – lediglich milde Symptome auf. Auch jene Norwegerin, deren Coronavirus-Erkrankung am Freitag bekannt wurde, nahm an der Feier teil.

6.10 Uhr: Auch Kaiserenkel Karl von Habsburg ist mit dem Coronavirus infiziert. Er befindet sich seit dem Wochenende in seinem Haus in Niederösterreich in Quarantäne. Das berichtet die "Krone". Dort sagt der 59-Jährige: „Keine Panik - Österreichs Behörden agieren hervorragend. Mir geht es halbwegs gut. Wie bei einer Grippe, bei der die Symptome nicht schnell weggehen, fühlt man sich ein wenig niedergeschlagen.“ Er dürfte sich bei einem Kongress in der Schweiz angesteckt haben.

6.05 Uhr: Heute Dienstag starten Fieberkontrollen an der Grenze. Die Gesundheitsbehörde führt, unterstützt durch die Polizei, ab heute Gesundheitschecks an der Grenze zu Italien (Thörl-Maglern) durch. Am Grenzübergang Thörl-Maglern werden mobile Teams diese Tests punktuell und mehrmals die Woche durchführen. Prettner dazu: "Die Gesundheitschecks werden von Vertretern der zuständigen Bezirksgesundheitsbehörden durchgeführt, die Polizei unterstützt die Gesundheitsbehörden durch Verkehrsleitmaßnahmen bzw. -sicherungen." Hier geht's zum Artikel.

6.00 Uhr: Werner Kogler (Die Grünen) schließt eine Absage aller Sportveranstaltungen nicht aus. Das sagte der Vizekanzler in der ZIB 2. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hatte sich für die Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ausgesprochen, um die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich einzudämmen. „Das wäre notwendig und sinnvoll“, meinte Rendi-Wagner gegenüber der Tageszeitung „Österreich“.

5.55 Uhr: Österreich könne man mit Italien nicht vergleichen. Nachdem ganz Italien zum Sperrgebiet erklärt wurde, nahm der Leiter der für Seuchenbekämpfung zuständigen Abteilung im Sozialministerium, Bernhard Benka, Stellung: In der ZIB 2 erklärte er: Man könne die Situation Österreichs nicht mit jener Italiens vergleichen. In Österreich werde es demnächst noch keine vergleichbaren Restriktionen geben.  Man versuche, „situationsangepasst vorzugehen“, erklärte Bernhard Benka. Weiters lobt er die entschlossene Maßnahmen wie in China, die offenbar zu einer Eindämmung des Virus führten. In China sehe man aber, „was offensichtlich funktioniert“. Benka dankte auch Italien für die gesetzten Restriktionen, denn diese würden auch ganz Europa insgesamt bei der Bekämpfung der weiteren Ausbreitung von Covid-19 helfen.

5.50 Uhr: ''Österreicher in Italien sollen dringend zurückkehren''. Das Außenministerium fordert Österreicher auf, zurückzukehren. Nachdem Italiens Regierung wegen der Coronavirus-Epidemie die Reise- und Versammlungsfreiheit im ganzen Land einschränkt, ruft das Außenministerium Österreicher zur Rückkehr auf. „Österreichischen Reisenden wird dringend nahegelegt nach Österreich zurückzukehren“, heißt es auf der Homepage des Außenministeriums. Schon zuvor galt für Italien eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5). Diese ist für die Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Marken und Piemont in Kraft. Vor Reisen wird gewarnt.

Quellen:
Infos der AGES
Infos des Gesundheitsministeriums
Infos der WHO
Reisehinweise des Außenministeriums nach Ländern geordnet

Corona-Virus: 112 Infizierte, Einbruch an Börse, Urlauber auf Malediven in Quarantäne
Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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